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Inflation Gefallener Ölpreis bremst Inflation

 ·  Die Preise sind im Oktober nur um 1,1 Prozent gestiegen. Statistiker hatten mit einer deutlich höheren Inflation gerechnet. Die wird nach Meinung der EZB allerdings zum Jahresende wieder anziehen.

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Die Inflation in Deutschland war im Oktober niedriger als zunächst angenommen. Die jährliche Teuerungsrate betrug wegen Preisrückgängen bei Heizöl und Benzin 1,1 Prozent.

Zunächst hatten die Statistiker mit 1,2 Prozent gerechnet. Damit bleibt die Teuerung in Deutschland weiter auf niedrigem Niveau. Im September war der bisherige Jahrestiefstand von 1,0 Prozent erreicht worden.

Gas, Strom und Lebensmittel teurer

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält erst eine Inflationsrate ab 2,0 Prozent für bedenklich. Ein geringfügiger Preisanstieg gilt als normal. Heizöl (minus 7,3 Prozent) und Kraftstoffe (minus 7,8 Prozent) waren im Oktober entgegen dem Trend der zurückliegenden Monate wie bereits im September billiger. Dafür wurden Gas (plus 14,4 Prozent) und Strom (4,0 Prozent) für die Verbraucher teurer.

Auch für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke mußten die Konsumenten tiefer in die Tasche greifen. Hier stiegen die Preise um 2,8 Prozent. Besonders drastisch war der Anstieg bei Kartoffeln (plus 34,1 Prozent). Allerdings lagen die Preise saisonbedingt meist unter dem Niveau des Vormonats: So waren Salatgurken zwar um 19,3 Prozent teurer als noch vor einem Jahr, aber 16,7 Prozent billiger als im September. Deutlich mehr kosteten im Jahresvergleich auch Orangensaft (plus 9,4 Prozent) und Apfelsaft (plus 6,7 Prozent). Auch Raucher mußten mehr bezahlen: Der Preis für Tabakwaren stieg um 4,9 Prozent.

Die EZB rechnet zum Jahresende wieder mit einer anziehenden Inflation. In Deutschland dürfte dazu auch die anstehende Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar beitragen.

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