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Veröffentlicht: 24.04.2017, 10:42 Uhr

Ifo-Index steigt Die Zuversicht in der deutschen Wirtschaft wächst

Das wichtigste Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft steigt stärker als gedacht. In einem Punkt sind die Manager aber etwas weniger optimistisch - Ökonomen erklären wieso.

© dpa Container werden auf dem Gelände der „Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene - Straße“ in Frankfurt verladen.

Die Stimmung unter Entscheidern in deutschen Unternehmen hat sich verbessert. Das geht aus der Umfrage hervor, die das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo regelmäßig durchführt. Der Geschäftsklimaindex kletterte im April von 112,4 auf 112,9 Punkte, teilten die Forscher an diesem Montag mit.

Sie befragen ungefähr 7000 Manager. Ökonomen hatten zuvor im Schnitt nur mit einem kleineren Anstieg auf 112,5 Zähler gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft wächst kräftig“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Die Führungskräfte beurteilten die aktuelle Geschäftslage besser. Die Aussichten für die kommenden sechs Monate, die im Rahmen der Erhebung ebenfalls immer abgefragt werden, schätzten sie hingegen etwas schlechter ein.

„Das Frankreich-Ergebnis ist noch nicht drin“

„Die deutschen Unternehmen legen noch mal einen drauf, auf ein bereits sehr hohes Niveau. Die aktuellen Geschäfte laufen sehr, sehr gut“, kommentierte Andreas Rees, Ökonom der Bank Unicredit, die Zahlen. „Dies hat vor allem mit dem anziehenden Welthandel zu tun und dass die Euro-Zone zunehmend Tritt fasst. Das beflügelt die deutschen Firmen. Politische Risiken spielen eine geringe Rolle. Nach der Frankreich-Wahl könnten auch einige der noch vorsichtigen Unternehmen ihre Bremsen lockern.“

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Thomas Gitzel, der Chefvolkswirt der VP Bank, merkte an: „Zwar haben sich die weiteren Geschäftsaussichten etwas eingetrübt, doch dies könnte tatsächlich an dem zum Zeitpunkt der Umfrage noch unsicheren Wahlausgang in Frankreich gelegen haben. Es ist deshalb wichtig anzumerken: Im heute veröffentlichten Ifo-Geschäftsklimaindex ist der Ausgang der ersten Wahlrunde der französischen Präsidentschaftswahl noch nicht enthalten.“ Setze sich Emmanuel Macron auch am 7. Mai durch, dürften die Entscheider in der deutschen Industrie „durchatmen“. „Frankreich gehört zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands und entsprechend gebannt schaut man auch in den deutschen Konzernzentralen sehr genau auf die politische Stimmung im Nachbarland.“

Die deutsche Wirtschaft befindet sich derzeit in einer robusten Verfassung. Die Arbeitslosigkeit ist sehr niedrig verglichen mit der Vergangenheit, außerdem wird nach einhelliger Auffassung die Weltwirtschaft dieses Jahr stärker wachsen. Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben neulich ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft angehoben von 1,4 auf 1,5 Prozent in diesem Jahr und von 1,6 auf 1,8 Prozent im kommenden Jahr 2018.

© dpa, reuters Ifo-Index: Gute Stimmung im deutschen Bausektor

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