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Herbstquartal Konjunkturerholung gerät ins Stottern

12.02.2010 ·  Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist im vierten Quartal 2009 ins Stocken geraten. Das Bruttoinlandsprodukt blieb auf dem Niveau des Vorquartals. Damit habe sich der leichte Aufwärtstrend aus dem zweiten und dem dritten Quartal nicht fortgesetzt.

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Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresende 2009 ins Stocken geraten. Im Herbstquartal stagnierte die Wirtschaftsleistung, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. „Damit hat sich der leichte Aufwärtstrend der Wirtschaft aus dem zweiten und dritten Quartal nicht fortgesetzt“, schrieben die Statistiker.

Lediglich der Außenhandel habe zum Wachstum beigetragen: Während die Exporte gestiegen seien, gingen die Importe zurück. „Die Konsumausgaben und die Investitionen gingen zurück und bremsten so das Wirtschaftswachstum.“ Die Verbraucher schränkten nach dem Ende der Abwrackprämie ihre Ausgaben wieder ein. Wegen der immer noch bei weitem nicht ausgelasteten Kapazitäten hielten sich auch die Unternehmen mit dem Kauf von neuen Maschinen zurück. Noch im Sommer hatte das Bruttoinlandsprodukt um 0,7 Prozent zugelegt.

Wie tief trotz der Erholung der Einbruch immer noch ist, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr: Hier liegt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - die Summe aller in Deutschland hergestellten Waren und erbrachten Dienstleistungen - um 2,4 Prozent niedriger. Im gesamten Jahr 2009 gab die Wirtschaftsleistung mit 4,9 Prozent so stark nach wie nie zuvor seit Gründung der Bundesrepublik.

Für das laufende Jahr ist wieder Wachstum in Sicht, die Bundesregierung sagte zuletzt ein Plus von 1,4 Prozent voraus. Damit dürfte aber nur ein Teil der Verluste wieder aufgeholt werden. Zudem steht auf dem Arbeitsmarkt das Schlimmste wohl noch bevor, weil bisher viele Betriebe über den Abbau von Überstunden und die Kurzarbeit um Entlassungen herumgekommen sind. Für das laufende Winterquartal sind die Aussichten überdies düster, vor allem wegen der kalten Witterung, die die Arbeit am Bau weitgehend zum Erliegen bringt. Bundesbank-Präsident Axel Weber hält sogar ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung für möglich.

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