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Geldpolitik Slowenien möchte den Euro

08.03.2006 ·  Slowenien hat als erster der osteuropäischen Staaten der Europäischen Union einen offiziellen Antrag auf Aufnahme in die Währungsunion gestellt. Eine Entscheidung darüber werden die Staats- und Regierungschefs im Juni fällen.

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Slowenien hat als erster der osteuropäischen Staaten der Europäischen Union einen offiziellen Antrag auf Aufnahme in die Währungsunion gestellt. Eine Entscheidung darüber werden die Staats- und Regierungschefs im Juni fällen.

Zuvor werden die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) im Mai in getrennten Berichten die Konvergenzfortschritte von Slowenien bewerten, sagte die Sprecherin von EU-Währungskommissar Joaquin Almunia in Brüssel. Bei einem positiven Votum der Staats- und Regierungschefs würde der Konversionskurs, zu dem der slowenische Tolar in Euro getauscht würde, von den EU-Finanzministern im Juli festgelegt, sagte ein Sprecher der EZB. Slowenien gilt als ein Musterschüler unter den zehn Staaten, die am 1. Mai 2004 der EU beitraten, und möchte den Euro zum 1. Januar 2007 einführen.

Neben Slowenien streben auch Litauen und Estland eine schnelle Übernahme der europäischen Einheitswährung an. Nach Äußerungen von Almunia gilt dies indes als eher unwahrscheinlich. Dieser hatte im Februar angedeutet, daß von den Anwärtern nur Slowenien für einen schnellen Beitritt bereit sei. Estland und Litauen bekommen die Inflation nicht in den Griff.

Würde die zur Übernahme des Euro notwendige Preiskonvergenz heute geprüft, würde Estland mit einer Inflationsrate von 4,2 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten die derzeit erlaubte Obergrenze von 2,6 Prozent klar verfehlen. Litauen läge mit 2,7 Prozent knapp darüber, Slowenien mit 2,5 Prozent knapp darunter. Slowenien hat keine Schwierigkeiten, die anderen Konvergenzkriterien zu erfüllen. Der Wechselkurs zum Euro ist hinreichend stabil, die langfristigen Zinsen entsprechen den Vorgaben. Staatsdefizit und Schuldenstand sind unproblematisch.

Quelle: pwe./hmk. / F.A.Z., 09.03.2006, Nr. 58 / Seite 10
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