31.05.2005 · Entgegen den Erwartungen ist die Geldmenge M3 im Euro-Raum im April beschleunigt gewachsen. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) wuchs die Geldmenge im April um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Entgegen den Erwartungen ist die Geldmenge M3 im Euro-Raum im April beschleunigt gewachsen. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) wuchs die Geldmenge im April um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Für März weist die EZB eine Rate von 6,5 Prozent aus. Volkswirte hatten mehrheitlich eine Stagnation des Geldmengenwachstums erwartet. Die EZB beobachtet die Geldmenge, weil diese auf mittlere Sicht Inflationsrisiken signalisiert.
Der Zuwachs der Geldmenge M3 im April gründete in einem ungebrochenen starken Wachstum des Bargelds und der täglich fälligen Einlagen, das durch den niedrigen Notenbankzins angetrieben wird. Zugleich investierten die Anleger im Euro-Raum verstärkt in marktfähige Finanzanlagen. Die Normalisierung des Anlegerverhaltens nach der starken Flucht in kurzfristige Wertpapiere in den Jahren 2002 und 2003 setzte sich damit nicht fort.
Die Kreditentwicklung im Euro-Raum verlangsamte sich im April ein wenig. Die Buchkredite an private Haushalte und Unternehmen legten um 7,4 Prozent zu, nach 7,6 Prozent im März. Dabei stiegen die Ausleihungen an Unternehmen beschleunigt mit 6,2 Prozent, während das Wachstum der Konsum- und Immobilienkredite an private Haushalte bei 8 Prozent stagnierte.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2466 | −0,18% |
| Rohöl Brent Crude | 106,36 $ | −0,46% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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