28.01.2005 · Die Geldmenge im Euro-Raum ist im Dezember abermals beschleunigt gestiegen und weist auf mögliche Inflationsgefahren in der Zukunft hin.
Die Geldmenge im Euro-Raum ist im Dezember abermals beschleunigt gestiegen und weist auf mögliche Inflationsgefahren in der Zukunft hin. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Freitag wuchs die Geldmenge M3 um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach 6 Prozent im November.
Für den Dreimonatsdurchschnitt wurde eine Wachstumsrate von 6,1 Prozent ausgewiesen, die über dem EZB-Referenzwert von 4,5 Prozent liegt. Zugleich stieg die Kreditvergabe an den privaten Sektor um 7 Prozent, nach 6,9 Prozent im November. Damit dauert die Aufwärtstendenz an. Im Dezember erhöhten sich vor allem die mittel- bis längerfristigen Ausleihungen an die Unternehmen. Dies weist auf eine andauernde wirtschaftliche Erholung hin und zeigt zudem, wie sehr das Geldmengenwachstum durch den niedrigen Leitzins von 2 Prozent angeschoben wird.
Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) forderte die EZB am Freitag auf, den Leitzins im Frühjahr um 0,25 Prozentpunkte zu erhöhen. Die steigende Geldmenge sei die Hauptgefahr für die Preisstabilität; die Zinserhöhungen müßten stärker ausfallen als von den Märkten erwartet. An den Terminmärkten wird derzeit eine Zinserhöhung um 0,25 bis 0,50 Prozentpunkte in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Der BVR hält dagegen einen Zinssatz von bis zu 3 Prozent zum Jahresende für angemessen. Die Geldmenge M3 habe zum Jahresbeginn, gemessen an der realen Geldlücke, um rund 450 Milliarden Euro über dem Niveau gelegen, das mit dem mittelfristigen Ziel der Preisstabilität vereinbar sei.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2466 | −0,18% |
| Rohöl Brent Crude | 106,36 $ | −0,46% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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