08.08.2006 · Die amerikanische Zentralbank läßt den Leitzins am Dienstag unverändert bei 5,25 Prozent und legt damit nach 17 Zinserhöhungen in Folge seit dem Juni des Jahres 2004 erstmals eine Zinspause ein.
Die amerikanische Notenbank Fe) hat ihre seit zwei Jahren andauernde Serie von Zinserhöhungen unterbrochen und ihren Schlüsselzins unverändert gelassen.
Der Leitzins betrage weiterhin 5,25 Prozent, gab die Fed am Dienstag bekannt. Zuvor hatten die Notenbanker 17 Mal in Folge ihre Geldpolitik gestrafft. Wegen einer deutlichen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und der jüngsten Schwäche am Arbeitsmarkt hatten Experten mehrheitlich mit dieser Entscheidung gerechnet.
Indikatoren deuten schwächeres Wirtschaftswachstum an
Einige Wirtschaftsindikatoren hätten auf ein sich verlangsamendes Wachstum gedeutet, die Preise und Gehälter stiegen jedoch weiter, erläuterten die Währungshüter. Die Pause bei den Zinserhöhungen könnte deshalb zeitlich begrenzt sein, sollte sich die Inflation als hartnäckig erweisen. Zeitpunkt und Ausmaß weiterer Zinserhöhungen wollen die Notenbanker von dem Wirtschafts- und Inflationsausblick abhängig machen.
Über die Geldpolitik im weiteren Jahresverlauf herrschte am Finanzmarkt bis zuletzt großes Rätselraten, da die Fed derzeit in einer Zwickmühle steckt. Einerseits kühlt sich die amerikanische Konjunktur ab: Im Frühjahr hatte die Wirtschaft nur halb so kräftig zugelegt wie am Jahresanfang. Andererseits klettern die Preise schon seit längerem schneller, als der Fed lieb ist. Die Notenbanker fürchten, daß der Rekordpreis beim Öl die Inflation weiter anheizt. Auch die Löhne in den Vereinigte Staaten steigen weiterhin kräftig.
Anleger in Sorge über zu starke Zinserhöhungen
An den internationalen Aktienmärkten geht schon seit Monaten die Angst um, daß die Fed mit weiteren Zinserhöhungen das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt abwürgt. Eine Verteuerung der Kredite hält Firmen von Investitionen ab und schmälert ihre Gewinne. Auch die Kauflust der Verbraucher nimmt ab, wenn sich Kredite verteuern.
Die Wall Street reagiert nach anfänglichen Kursgewinnen mit Kurseinbußen auf die Entwicklung. Auch der Dollar befindet sich auf einer Achterbahnfahrt. Im Moment scheinen die Anleger unsicher zu sein, wie sie die weitere konjunkturelle Entwicklung einschätzen können.
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| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.751,96 | −0,09% |
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| MDAX | 10.296,70 | −0,54% |
| SDAX | 4.989,81 | −0,62% |
| REX | 423,38 | +0,51% |
| Eurostoxx 50 | 2.489,35 | −0,18% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,46 | −0,11% |
| Dow Jones | 12.900,60 | +0,94% |
| Nasdaq 100 | 2.592,42 | +1,42% |
| S&P500 | 1.343,23 | −0,54% |
| Nikkei225 | 9.238,10 | −0,24% |
| EUR/USD | 1,3141 | +0,61% |
| Rohöl Brent Crude | 120,25 $ | +1,02% |
| Gold | 1.733,00 $ | 0,00% |
| Bund Future | 138,72 € | −0,24% |