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Geldpolitik Fed dreht weiter an der Zinsschraube

28.03.2006 ·  In ihrer ersten wichtigen Entscheidung unter dem neuen Vorsitzenden Bernanke hat die amerikanische Notenbank den Leitzins auf 4,75 Prozent heraufgesetzt. Weitere Anhebungen sind nicht auszuschließen, heißt es in der Erklärung.

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Mit dem Hinweis auf Inflationsgefahren hat die amerikanische Notenbank Fed die Leitzinsen zum 15. Mal in Folge angehoben. Der Offenmarktausschuß erhöhte den Satz für Tagesgeld am Dienstag um 25 Basispunkte auf 4,75 Prozent. Die Fed beurteilte die Konjunktur im laufenden Quartal als robust, rechnet im Laufe des Jahres aber mit einem leichten Nachlassen der Wachstumsrate.

Es war die erste Sitzung des Offenmarktausschusses unter der Leitung des neuen Fed-Chefs Ben Bernanke, der im Februar Alan Greenspan nach dessen 18jähriger Amtszeit abgelöst hatte. In der Eurozone liegt der Leitzinssatz nach zwei Erhöhungen seit Dezember bei 2,5 Prozent.

Weitere Anhebungen nicht auszuschließen

Hohe Energie- und Rohstoffpreise könnten die Preise in die Höhe treiben, warnte der Ausschuß in seiner Erklärung, auch wenn der Effekt bislang teilweise von Produktivitätsverbesserungen aufgefangen worden sei. Deshalb seien weitere Anhebungen der Leitzinsen nicht auszuschließen.

Dies war überraschend für viele Experten. Einige von ihnen hatten erwartet, daß die Notenbank ein allmähliches Ende des eingeschlagenen Zinserhöhungskurses signalisiert. Die Fed hebt die Zinsen seit Juni 2004 von dem damaligen historischen Tief von 1,0 Prozent an. Eine so lange Phase von Zinserhöhungen hat es seit mehr als 25 Jahren nicht mehr gegeben.

Die amerikanische Wirtschaft wächst seit einer milden Rezession 2001 robust. Im laufenden Monat war der Index der Verbraucherzuversicht auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren gestiegen. Die Notenbank rechnet in diesem Jahr mit rund 3,6 Prozent Wachstum, nach 3,5 Prozent im vergangenen Jahr und 4,2 Prozent 2004. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,8 Prozent. Die jährliche Teuerungsrate lag im Februar bei 3,6 Prozent.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/Reuters
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