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Geldpolitik EZB läßt Leitzins erwartungsgemäß unverändert

06.04.2006 ·  Die Europäische Zentralbank (EZB) läßt die Zinsen im Euro-Raum unverändert. Der wichtigste Leitzins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld bleibt konstant bei 2,5 Prozent.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins in der Euro-Zone wie erwartet unverändert gelassen.

Der für die Refinanzierung der Geschäftsbanken maßgebliche Schlüsselzins betrage weiter 2,50 Prozent, teilte die EZB nach einer regulären Sitzung des EZB-Rates am Donnerstag in Frankfurt mit. Analysten hatten damit gerechnet, daß die Währungshüter auf ihrem Zinserhöhungskurs eine Pause einlegen würden, nachdem sie den Zins im Dezember und März um jeweils 25 Basispunkte angehoben hatten. Die Finanzmärkte erwarten aber auf der Pressekonferenz ab 14.30 Uhr ein klares Signal von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet für eine nächste Zinserhöhung im Mai.

Nach jüngsten Daten verstärkt sich der Aufschwung, so daß die EZB mit höheren Zinsen steigender Inflation vorbeugen will. Die Zentralbank sieht angesichts der besseren Konjunktur, hoher Ölpreise und bevorstehender Steuererhöhungen Gefahr für die Preisstabilität heraufziehen. Auch die üppige Geldversorgung der Wirtschaft signalisiert ihr zufolge Inflationsgefahr. Die EZB strebt Teuerungsraten knapp unter zwei Prozent an. Der hohe Ölpreis hält die Inflationsrate schon seit gut einem Jahr einige Zehntel über dieser Schwelle. Das wird sich nach Prognosen der EZB bis zum nächsten Jahr auch nicht grundlegend ändern.

Trichet und andere EZB-Ratsmitglieder hatten bisher die wachsende Markterwartung einer Zinserhöhung im Mai nicht gedämpft. Mehrfach hatten sie vielmehr darauf hingewiesen, daß die Zinsen noch immer sehr niedrig seien. Der Mai-Termin ist für den Geldmarkt deshalb eine ausgemachte Sache. Die Marktakteure rätseln schon darüber, ob die EZB im Juli oder August erneut die geldpolitischen Zügel anziehen und den Leitzins auf dann 3,00 Prozent erhöhen wird. Die Prognosen von Volkswirten über den Endpunkt des Erhöhungszyklus reichen derzeit von 2,75 bis 4,0 Prozent.

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