30.04.2012 · Die Arbeitnehmer erwirtschaften heute viel mehr als vor 20 Jahren. Bessere Löhne bekommen sie dafür nicht. Aber sie haben andere Vorteile.
Von Patrick BernauRichtlinien für Lesermeinungen
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Erklären Sie das einem Leiharbeiter
der zu 30-50% des Lohns seines festangestellten Kollegen arbeiten muss. Viel Spaß dabei, Herr Bernau. Oder kommt jetzt das Argument, daß der Leiharbeiter zu Zeiten eines niedrigen Auftragseingang mehr als doppelt soviel Freizeit hat?
Eine Vermutung,warum Gehälter wesentlich gegenüber Vorstandsvorsitz.vergütungen immer zurückbleiben
In großen Unternehmen sind seit über 10 Jahren Zielvereinbarungssysteme als Grundlage für Gehälter für Angestellte bis hoch zum Vorstandsvorsitzenden festgelegt worden.Dieses System funktioniert durch Zuordnung v Verantwortung im Unternehmen.Nach einer recht mechanischen Vorgehensweise werden entsprechend die Gehaltsstufen u. auch d Gehalt des Einzelnen berechnet.Das System beruht also auf d Berechenbarkeit der zugeordneten Leistung.-Dieses System versagt aber völlig,wenn Leistungserbringung aus nicht zuordnetbaren Kategorien "unberechenbar" bleibt,besonders dann, wenn plötzliche Krisen im/des Unternehmen(s) eintreten.Das ist ähnlich wie bei d Berechnung v Risiken für Unternehmen,wo man Zahlenwerte angeben kann;Unsicherheiten können dagegen nicht berechnet werden,obwohl diese dann relevantere Bedeutung für d Existenz e Unternehmens haben.Will heißen,dass d Mut e Angestellten/Leitend.Angestellten d Zusammenbruch e Firma zu verhindern d größere Leistung als die eines Vorstandvors. ist
35 % mehr Leistung in 90% der ursprünglichen Arbeitszeit?
Das würde bedeuten, die Arbeitnehmer müssen 34,9 % mehr Leistung bringen in 90 % der Zeit (in Vergleich zu 1991). Wenn man bedenkt, Deutschland zahlt für ESM und alimentiert sonst die halbe Welt. Da fragt man sich wie muss man ein Volk erziehen, um so eine Rekordleistung zu erzielen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 11:14 UhrNein, bedeutet es nicht
„Produktivität je Erwerbstätigenstunde" ist um 35% gestiegen. Und trotz steter Bemühungen der Gewerkschaften hat eine Erwerbstätigenstunde heute - genau wie vor 20 Jahren - 60min.
Die Arbeitnehmer erwirtschaften mehr als vor 20 Jahren,
Und deshalb streiten sich die Politker, ob man nicht endlich den
Hungermindestlohn endlich gesetzlich festlegt.
Dann heißt es weiter : Besser Löhne bekommen sie nicht.
Das wäre ja noch nicht mal soooo schlimm, doch durch den T(Euro)
wurde die Löhne mit 1.95583 halbiert, wobei Preis unverändert
beibehalten wurden und nur auf den Preisschilder durch das Euro-Zeichen
ausgetauscht wurden.
Wie die Arbeitnehmer vom Fortschritt profitieren: skandalös gering
Ein aufschlussreicher Artikel, der die Folgen der gegenwärtigen
(Welt-)Wirtschaftsordnung in ihrer undemokratischen, der Macht der
Starken ausgelieferten Struktur ahnen lässt.
Analysten von Citigroup skizzierten jüngst den Zustand und die
Zukunft der us-amerikanischen Wirtschaft und Gesellschaft. Sie sehen ihr
Land faktisch zweigeteilt. "Es gibt nur noch die Reichen und den
Rest. Und für die Zukunft der Wirtschaft sind die Reichen, also
ganze 1 Prozent der amerikanischen Gesellschaft, ausschlaggebend. Sie
halten den Schlüssel zur Gesundung der Wirtschaft in den
Händen. Der Rest ist eine quantité négligeable." (E.Vogt)
der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist ganz klar an eine zurückhaltende Lohnpolitik
gekoppelt.
Wenn die Sozis was anderes erzählen, wissen sie genau, dass sie mit
solch populistischen Getöse die Wähler belügen.
Die eigentliche Produktivitätsbremse - und jetzt kommt's!
Die eigentliche Produktivitätsbremse ist die Bindung von Einkommen
an Erwerbsarbeit. Warum? Weil wir aus Gründen der
Sozialverträglichkeit auf speilend mögliche, viel höhere
Produktivitätssteigerungen verzichten. Wenn wir den Menschen sowohl
alternative Aufgaben als auch alternative, nicht an Erwerbsarbeit
gebundene, Einkommen bieten könnten, könnten wir viel
produktiver werden.
Die schlechte Nachricht ist: Das wäre dann ja eine riesige
Umverteilung! Die gute Nachricht ist: Wir könnten die existierende,
riesige Umverteilung gerechter gestalten, gleichzeitig mehr und
sinnvolleres erwirtschaften.
Gegenwärtig verteilen wir schon gewaltig um. Neben den echten
Sozialtransfers, gibt es ganze Branchen und Behörden, die kaum oder
keinen Nutzen stiften, und die wir nur deshalb erhalten, weil uns sonst
noch mehr Arbeitsplätze fehlen würden. Das ist das zentrale
Argument, warum GB und die USA ihre Finanzindustrie mit Zähnen und
Klauen verteidigen.
Es geht besser!
Der Atem kann auch stocken, wenn man etwas dazulernt ...
Versetzen Sie sich auf eine einsame Insel: Es gibt zehn Menschen, die
sich durch Jagd, Ackerbau und Viehzucht gerade so ernähren
können.
Duch Verbesserung der Methoden schaffen es die Menschen ihre
Produktivität um den Faktor 10 zu steigern. Jetzt muss sich nur
noch ein Mensch um die Ernährung aller kümmern. Die restlichen
Menschen haben nun freie Zeit gewonnen und beschließen ein Auto zu
bauen. Da es das erste Auto ist, dauert das zehn Jahre und jeder
Inselbewohner darf das Auto für fünf Jahre fahren. Einige
Jahre später schafft man den Bau eines Autos in einem Monat. Damit
muss sich nur noch ein Mensch um den Autobau kümmern. Die anderen
Menschen nutzen ihre Zeit zur Gründung einer Behörde. Einer
findet keine Arbeit mehr und bekommt Behördengeld. Da es zu viele
Autos gibt und damit die Gefahr besteht, dass noch mehr Menschen
arbeitslos werden, organisiert die Behörde deren Vernichtung nach
einem Betriebsjahr. Dafür gibt's auch Behördengeld - ist das
nun sinnvoller investiert?
Mir stockt der Atem, wenn ich das lese.
1. Einkommen sind nicht nur Erwerbsarbeit gekoppelt. Es gibt auch andere
Möglichkeiten, beispielsweise Tantiemen und Dividenden.
2. Wer aber kein Eigentum in Form von Aktien hat und auch nicht das
Talent eines Udo Lindenbergs, der muss halt "malochen".
3. Letztendlich wird jeder Wohlstand durch Arbeit erzeugt. Eine Welt
ohne Arbeit ist illusorisch. Udo Lindenberg sind die Liedtexte auch
nicht in den Schoß gefallen, sondern sind Ergebnis von Arbeit. Und
wer Aktien kaufe möchte, muss erstmal Einkommen erzielen, von dem
er die Aktien bezahlen kann.
Der größte Betrug am Bürger, der in den letzten Jahren
geschehen ist, ist das Negieren ökonomischer Zusammenhänge.
Wenn die Leute wirklich glauben, die Rente sei eine "Belohnung der
Lebensleistung" dann widerspricht es einem ökonomischen
Grundgesetz: Was heute konsumiert wird, muss auch heute produziert
produziert werden. Nur wenige Güter überdauern die Jahrzehnte.
bernau sieht durch die ideologische brille
patrick bernau hat nicht den gesamten blick des wirtschaftslebens erfasst. gerade heute lesen wir, dass im arbeitsleben sich die psychische verelendung seit 2001 verdoppelt hat. profitieren tun nur wenige. in sozialberufen ist ein dickes minus zu verzeichnen und die arbeitszeit ist nicht weniger geworden. man arbeitet heute mit einer vitesse wie im zeichentrickfilm. herr bernau kommen sie doch mal ins krankenhaus schauen sie sich in der krankenpflege um dann wird ihnen klar: der herr bernau schaut durch die ideologische brille.
Dank Gummi-Definition, die mit der Realität fast nichts zu tun hat, ist das pure
Augenwischerei ohne wirklich sinnvolle Interpretationen. Nimmt man die (bis zur Unbrauchbarkeit vereinfachten) Grunddefinitionen von Produktivität, dann sagt das noch gar nichts über die Konkurrenzfähigkeit aus, die hierzulande erheblich durch in ihr nicht erfassten Faktoren geschwächt wird: Bürokratie- und Ideologie (Rechts/Links/Grün/Frauenrechts/Minderheitenschutz etc.) Kostenfaktoren, Marketing-Kosten. Wenn ein BRIC o.ä. Land die gleiche Grundproduktivität bei der industriellen Herstellung erreicht, haben heute europäische Standorte keinerlei Chance mehr - und das geschieht in immer mehr Staaten der Welt. Man könnte zynisch sagen, die deutschen Arbeitneher zusammen haben dafür enorme Vorteile wie mehr Gleichberechtigung und Tierschutz, die nur durch die angeblich höhere Produktivität möglich sind. GR zeigt wie es ist, wenn das nicht klappt.
Man darf nicht übersehen, daß die ganze Zeit hindurch im
Hintergrund die Globalisierung läuft. Das heißt,
Schwellenländer lernen immer mehr, werden immer besser und
übernehmen immer mehr qualifizierte Aufgaben, die bisher unser
Monopol waren.
Unter diesem Aspekt ist ein ungefähres Halten des Reallohnes schon
eine sehr große Errungenschaft.
Auch weiterhin wird man hellwach bleiben und sich sehr anstrengen
müssen, um auch nur den Status Quo zu halten.
@Wolfgang Richter
"Unter diesem Aspekt ist ein ungefähres Halten des Reallohnes
schon eine sehr große Errungenschaft."
Entschuldigen Sie, wenn ich das jetzt mal sehr direkt sage: Mit dieser
Globalisierungsargumentation lässt sich heute niemand mehr für
dumm verkaufen.
1. Wirtschaftlich aufstrebende Länder sind für Deutschland
nicht nur wachsende Konkurrenz, sondern auch wachsende Kunden. Unsere
"Exportschlager" sind hochtechnisiert (z.B. Maschinenbau), und
werden somit für aufstrebende Länder erst interessant.
Automobile im höherpreisigen Segment (ein anderes sehr
erfolgreiches deutsches Produkt) können sich viele Menschen in
diesen Ländern dann erst leisten.
2. Die besten Löhne in Deutschland werden ausgerechnet in der
Exportwirtschaft bezahlt, also dort, wo wir überhaupt in Konkurrenz
zum Ausland stehen.
3. Zwei Drittel unserer Wirtschaftsleistung werden für das Inland
erbracht, stehen also in gar keiner Konkurrenz zum Ausland. Im
Dienstleistungsbereich wird aber i. Vgl. unterdurchn. bezahlt.
Aber leider Herr Bernau erwähnen Sie das Thema
„Niedriglöhne gleich programmierte Altersarmut " mit
keinem Wort und ihren schlimmen Folgen, denn die Wirklichkeit sieht
anders aus als mit zum Teil geschönten Worthülsen wie "
Lohnunter-Grenzen " und „ Niedriglöhnen „ von den
Parteien dem Volk suggeriert werden soll, denn der wirkliche Skandal
ist, dass die " Amigos „ der Unternehmer
in der Bundesregierung die Menschen quasi zwingen für
Hungerlöhne zu arbeitenden und
sie somit Systematisch in die Altersarmut geschickt werden.
Denn jeder kann doch wohl heute 1+1 addieren und sich bei diesen
Hungerlöhnen ausrechnen, dass sie nicht einmal den Sozialhilfesatz
als Rente erreichen werden!!!
Der Bürger wird dann wie immer mittels Steuererhöhungen
verschiedenster Art den Rest dazu zahlen müssen.
Die Regierung und ganz krass die FDP hat ja wohl diesbezüglich die
Katze bereits aus dem Sack gelassen!
Die Unternehmer machen ja ihren Reibach und sie und die Politiker sind happy!
Menschen und Maschinen, kombiniert in einem Produktionsprozess, ergeben
die Produktivität. So kann man die Wertschöpfung auf die Summe
der Arbeitsstunden oder auf den Wert des Anlagevermögens beziehen
und schon ergeben sich zwei Teilproduktivitäten. So kann ich einen
modernen Betrieb und gute Mitarbeiter haben, muss aber damit nicht
unbedingt mehr an Gütern verkaufen. Nokia ist ein Beispiel für
das Auseinanderdriftene von Produktivität und Umsatz. Bei
rückläufigen Umsatzen profitiert also weder der Arbeitnehmer
noch der Unternehmer. Wichtig ist also, ob das Produkt stimmt. Für
die Harmonie von Umsatz und Produktivität können die Firmen
Mercedes oder auch Apple gelten.
Also: Die Folgerungen aus dem Artikel kann man also nicht auf die
Volkswirtschaft übertragen und daraus in Toto Forderungen ableiten!
Falsch! Und obendrein verfehlt!
Die Arbeitnehmer profitieren, wenn überhaupt, nur wenig von dieser
Produktivitätssteigerung; der Einzelne schon gleich gar nicht.
Der erinegeren Arbeitszeit für den Einzelnen steht eine hohe
Arbeitsverdichtung und viele inoffizielle Stunden gegenüber - die
geringere Arbeitszeit ist also mit Vorsicht zu genießen und
bedeutet nicht mehr Freizeit, wie hier suggeriert wird..
Die zwei Millionen Erwerbstätigen heute sind eine Chimäre -
entweder statistisch herbeigezaubert oder im Billiglohnsektor.
Positive Effekte des angeblich höheren Arbeitsaufkommens sind
sowieso dünn gesät, denn die Abgaben sind insgesamt so hoch
wie nie!
Und überhaupt, was geht den einzelnen Arbeitnehmer diese
höhere Gesamtzahl an? Arbeitet er aus rein volkswirtschaftlichen Gründen?
Nein, er/sie arbeitet, um den Lebensunterhalt zu verdienen.
Nein, nein - diese Zahl ist nur ein weiteres klares Indiz für die
Umverteilung von unten nach oben und für Jahrzehnte von falscher Wirtschaftspolitik.
Wenn die Arbeitnehmer ein Drittel mehr Leistung bringen ...
.... und der Reallohn trotzdem gleich bleibt, welche Vorteile hat das denn dann für die Arbeitgeber? Wird das dann in einem folgenden, zweiten Teil dieses Artikels erklärt?
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