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Gehälter und Arbeitszeiten Wie die Arbeitnehmer vom Fortschritt profitieren

 ·  Die Arbeitnehmer erwirtschaften heute viel mehr als vor 20 Jahren. Bessere Löhne bekommen sie dafür nicht. Aber sie haben andere Vorteile.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (18)

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Matthias Unger

Erklären Sie das einem Leiharbeiter

der zu 30-50% des Lohns seines festangestellten Kollegen arbeiten muss. Viel Spaß dabei, Herr Bernau. Oder kommt jetzt das Argument, daß der Leiharbeiter zu Zeiten eines niedrigen Auftragseingang mehr als doppelt soviel Freizeit hat?

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günther reichert

Eine Vermutung,warum Gehälter wesentlich gegenüber Vorstandsvorsitz.vergütungen immer zurückbleiben

In großen Unternehmen sind seit über 10 Jahren Zielvereinbarungssysteme als Grundlage für Gehälter für Angestellte bis hoch zum Vorstandsvorsitzenden festgelegt worden.Dieses System funktioniert durch Zuordnung v Verantwortung im Unternehmen.Nach einer recht mechanischen Vorgehensweise werden entsprechend die Gehaltsstufen u. auch d Gehalt des Einzelnen berechnet.Das System beruht also auf d Berechenbarkeit der zugeordneten Leistung.-Dieses System versagt aber völlig,wenn Leistungserbringung aus nicht zuordnetbaren Kategorien "unberechenbar" bleibt,besonders dann, wenn plötzliche Krisen im/des Unternehmen(s) eintreten.Das ist ähnlich wie bei d Berechnung v Risiken für Unternehmen,wo man Zahlenwerte angeben kann;Unsicherheiten können dagegen nicht berechnet werden,obwohl diese dann relevantere Bedeutung für d Existenz e Unternehmens haben.Will heißen,dass d Mut e Angestellten/Leitend.Angestellten d Zusammenbruch e Firma zu verhindern d größere Leistung als die eines Vorstandvors. ist

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Martin Schmitt

35 % mehr Leistung in 90% der ursprünglichen Arbeitszeit?

Das würde bedeuten, die Arbeitnehmer müssen 34,9 % mehr Leistung bringen in 90 % der Zeit (in Vergleich zu 1991). Wenn man bedenkt, Deutschland zahlt für ESM und alimentiert sonst die halbe Welt. Da fragt man sich wie muss man ein Volk erziehen, um so eine Rekordleistung zu erzielen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 11:14 Uhr
Lew Boenchendorf
Lew Boenchendorf (Scimi) - 03.05.2012 11:14 Uhr

Nein, bedeutet es nicht

„Produktivität je Erwerbstätigenstunde" ist um 35% gestiegen. Und trotz steter Bemühungen der Gewerkschaften hat eine Erwerbstätigenstunde heute - genau wie vor 20 Jahren - 60min.

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Siegfried Kellner

Was liest man da ?

Die Arbeitnehmer erwirtschaften mehr als vor 20 Jahren,

Und deshalb streiten sich die Politker, ob man nicht endlich den Hungermindestlohn endlich gesetzlich festlegt.

Dann heißt es weiter : Besser Löhne bekommen sie nicht.
Das wäre ja noch nicht mal soooo schlimm, doch durch den T(Euro) wurde die Löhne mit 1.95583 halbiert, wobei Preis unverändert beibehalten wurden und nur auf den Preisschilder durch das Euro-Zeichen ausgetauscht wurden.

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 01.05.2012 08:26 Uhr

Wie die Arbeitnehmer vom Fortschritt profitieren: skandalös gering

Ein aufschlussreicher Artikel, der die Folgen der gegenwärtigen (Welt-)Wirtschaftsordnung in ihrer undemokratischen, der Macht der Starken ausgelieferten Struktur ahnen lässt.
Analysten von Citigroup skizzierten jüngst den Zustand und die Zukunft der us-amerikanischen Wirtschaft und Gesellschaft. Sie sehen ihr Land faktisch zweigeteilt. "Es gibt nur noch die Reichen und den Rest. Und für die Zukunft der Wirtschaft sind die Reichen, also ganze 1 Prozent der amerikanischen Gesellschaft, ausschlaggebend. Sie halten den Schlüssel zur Gesundung der Wirtschaft in den Händen. Der Rest ist eine quantité négligeable." (E.Vogt)

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Paul Banaschak

der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist ganz klar an eine zurückhaltende Lohnpolitik

gekoppelt.
Wenn die Sozis was anderes erzählen, wissen sie genau, dass sie mit solch populistischen Getöse die Wähler belügen.

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Gerold Keefer

Die eigentliche Produktivitätsbremse - und jetzt kommt's!

Die eigentliche Produktivitätsbremse ist die Bindung von Einkommen an Erwerbsarbeit. Warum? Weil wir aus Gründen der Sozialverträglichkeit auf speilend mögliche, viel höhere Produktivitätssteigerungen verzichten. Wenn wir den Menschen sowohl alternative Aufgaben als auch alternative, nicht an Erwerbsarbeit gebundene, Einkommen bieten könnten, könnten wir viel produktiver werden.

Die schlechte Nachricht ist: Das wäre dann ja eine riesige Umverteilung! Die gute Nachricht ist: Wir könnten die existierende, riesige Umverteilung gerechter gestalten, gleichzeitig mehr und sinnvolleres erwirtschaften.

Gegenwärtig verteilen wir schon gewaltig um. Neben den echten Sozialtransfers, gibt es ganze Branchen und Behörden, die kaum oder keinen Nutzen stiften, und die wir nur deshalb erhalten, weil uns sonst noch mehr Arbeitsplätze fehlen würden. Das ist das zentrale Argument, warum GB und die USA ihre Finanzindustrie mit Zähnen und Klauen verteidigen.

Es geht besser!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.05.2012 10:01 Uhr
Gerold Keefer

Der Atem kann auch stocken, wenn man etwas dazulernt ...

Versetzen Sie sich auf eine einsame Insel: Es gibt zehn Menschen, die sich durch Jagd, Ackerbau und Viehzucht gerade so ernähren können.
Duch Verbesserung der Methoden schaffen es die Menschen ihre Produktivität um den Faktor 10 zu steigern. Jetzt muss sich nur noch ein Mensch um die Ernährung aller kümmern. Die restlichen Menschen haben nun freie Zeit gewonnen und beschließen ein Auto zu bauen. Da es das erste Auto ist, dauert das zehn Jahre und jeder Inselbewohner darf das Auto für fünf Jahre fahren. Einige Jahre später schafft man den Bau eines Autos in einem Monat. Damit muss sich nur noch ein Mensch um den Autobau kümmern. Die anderen Menschen nutzen ihre Zeit zur Gründung einer Behörde. Einer findet keine Arbeit mehr und bekommt Behördengeld. Da es zu viele Autos gibt und damit die Gefahr besteht, dass noch mehr Menschen arbeitslos werden, organisiert die Behörde deren Vernichtung nach einem Betriebsjahr. Dafür gibt's auch Behördengeld - ist das nun sinnvoller investiert?

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Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 01.05.2012 09:44 Uhr

Mir stockt der Atem, wenn ich das lese.

1. Einkommen sind nicht nur Erwerbsarbeit gekoppelt. Es gibt auch andere Möglichkeiten, beispielsweise Tantiemen und Dividenden.

2. Wer aber kein Eigentum in Form von Aktien hat und auch nicht das Talent eines Udo Lindenbergs, der muss halt "malochen".

3. Letztendlich wird jeder Wohlstand durch Arbeit erzeugt. Eine Welt ohne Arbeit ist illusorisch. Udo Lindenberg sind die Liedtexte auch nicht in den Schoß gefallen, sondern sind Ergebnis von Arbeit. Und wer Aktien kaufe möchte, muss erstmal Einkommen erzielen, von dem er die Aktien bezahlen kann.

Der größte Betrug am Bürger, der in den letzten Jahren geschehen ist, ist das Negieren ökonomischer Zusammenhänge. Wenn die Leute wirklich glauben, die Rente sei eine "Belohnung der Lebensleistung" dann widerspricht es einem ökonomischen Grundgesetz: Was heute konsumiert wird, muss auch heute produziert produziert werden. Nur wenige Güter überdauern die Jahrzehnte.

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Ulrich Haussmann

bernau sieht durch die ideologische brille

patrick bernau hat nicht den gesamten blick des wirtschaftslebens erfasst. gerade heute lesen wir, dass im arbeitsleben sich die psychische verelendung seit 2001 verdoppelt hat. profitieren tun nur wenige. in sozialberufen ist ein dickes minus zu verzeichnen und die arbeitszeit ist nicht weniger geworden. man arbeitet heute mit einer vitesse wie im zeichentrickfilm. herr bernau kommen sie doch mal ins krankenhaus schauen sie sich in der krankenpflege um dann wird ihnen klar: der herr bernau schaut durch die ideologische brille.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 30.04.2012 21:48 Uhr

Dank Gummi-Definition, die mit der Realität fast nichts zu tun hat, ist das pure

Augenwischerei ohne wirklich sinnvolle Interpretationen. Nimmt man die (bis zur Unbrauchbarkeit vereinfachten) Grunddefinitionen von Produktivität, dann sagt das noch gar nichts über die Konkurrenzfähigkeit aus, die hierzulande erheblich durch in ihr nicht erfassten Faktoren geschwächt wird: Bürokratie- und Ideologie (Rechts/Links/Grün/Frauenrechts/Minderheitenschutz etc.) Kostenfaktoren, Marketing-Kosten. Wenn ein BRIC o.ä. Land die gleiche Grundproduktivität bei der industriellen Herstellung erreicht, haben heute europäische Standorte keinerlei Chance mehr - und das geschieht in immer mehr Staaten der Welt. Man könnte zynisch sagen, die deutschen Arbeitneher zusammen haben dafür enorme Vorteile wie mehr Gleichberechtigung und Tierschutz, die nur durch die angeblich höhere Produktivität möglich sind. GR zeigt wie es ist, wenn das nicht klappt.

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Wolfgang Richter

Globalisierung

Man darf nicht übersehen, daß die ganze Zeit hindurch im Hintergrund die Globalisierung läuft. Das heißt, Schwellenländer lernen immer mehr, werden immer besser und übernehmen immer mehr qualifizierte Aufgaben, die bisher unser Monopol waren.
Unter diesem Aspekt ist ein ungefähres Halten des Reallohnes schon eine sehr große Errungenschaft.
Auch weiterhin wird man hellwach bleiben und sich sehr anstrengen müssen, um auch nur den Status Quo zu halten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.05.2012 07:48 Uhr
Andreas Neubert

@Wolfgang Richter

"Unter diesem Aspekt ist ein ungefähres Halten des Reallohnes schon eine sehr große Errungenschaft."
 
Entschuldigen Sie, wenn ich das jetzt mal sehr direkt sage: Mit dieser Globalisierungsargumentation lässt sich heute niemand mehr für dumm verkaufen.
 
1. Wirtschaftlich aufstrebende Länder sind für Deutschland nicht nur wachsende Konkurrenz, sondern auch wachsende Kunden. Unsere "Exportschlager" sind hochtechnisiert (z.B. Maschinenbau), und werden somit für aufstrebende Länder erst interessant. Automobile im höherpreisigen Segment (ein anderes sehr erfolgreiches deutsches Produkt) können sich viele Menschen in diesen Ländern dann erst leisten.
 
2. Die besten Löhne in Deutschland werden ausgerechnet in der Exportwirtschaft bezahlt, also dort, wo wir überhaupt in Konkurrenz zum Ausland stehen.

3. Zwei Drittel unserer Wirtschaftsleistung werden für das Inland erbracht, stehen also in gar keiner Konkurrenz zum Ausland. Im Dienstleistungsbereich wird aber i. Vgl. unterdurchn. bezahlt.

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Roman Gerhard Urbanek

Andere Vorteile für wen?

Aber leider Herr Bernau erwähnen Sie das Thema „Niedriglöhne gleich programmierte Altersarmut " mit keinem Wort und ihren schlimmen Folgen, denn die Wirklichkeit sieht anders aus als mit zum Teil geschönten Worthülsen wie " Lohnunter-Grenzen " und „ Niedriglöhnen „ von den Parteien dem Volk suggeriert werden soll, denn der wirkliche Skandal ist, dass die " Amigos „ der Unternehmer
in der Bundesregierung die Menschen quasi zwingen für Hungerlöhne zu arbeitenden und
sie somit Systematisch in die Altersarmut geschickt werden.
Denn jeder kann doch wohl heute 1+1 addieren und sich bei diesen Hungerlöhnen ausrechnen, dass sie nicht einmal den Sozialhilfesatz als Rente erreichen werden!!!
Der Bürger wird dann wie immer mittels Steuererhöhungen verschiedenster Art den Rest dazu zahlen müssen.
Die Regierung und ganz krass die FDP hat ja wohl diesbezüglich die Katze bereits aus dem Sack gelassen!
Die Unternehmer machen ja ihren Reibach und sie und die Politiker sind happy!

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Horst Ziegler

Mensch und Maschine

Menschen und Maschinen, kombiniert in einem Produktionsprozess, ergeben die Produktivität. So kann man die Wertschöpfung auf die Summe der Arbeitsstunden oder auf den Wert des Anlagevermögens beziehen und schon ergeben sich zwei Teilproduktivitäten. So kann ich einen modernen Betrieb und gute Mitarbeiter haben, muss aber damit nicht unbedingt mehr an Gütern verkaufen. Nokia ist ein Beispiel für das Auseinanderdriftene von Produktivität und Umsatz. Bei rückläufigen Umsatzen profitiert also weder der Arbeitnehmer noch der Unternehmer. Wichtig ist also, ob das Produkt stimmt. Für die Harmonie von Umsatz und Produktivität können die Firmen Mercedes oder auch Apple gelten.

Also: Die Folgerungen aus dem Artikel kann man also nicht auf die Volkswirtschaft übertragen und daraus in Toto Forderungen ableiten!

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Sascha Rieger

Falsch! Und obendrein verfehlt!

Die Arbeitnehmer profitieren, wenn überhaupt, nur wenig von dieser Produktivitätssteigerung; der Einzelne schon gleich gar nicht.

Der erinegeren Arbeitszeit für den Einzelnen steht eine hohe Arbeitsverdichtung und viele inoffizielle Stunden gegenüber - die geringere Arbeitszeit ist also mit Vorsicht zu genießen und bedeutet nicht mehr Freizeit, wie hier suggeriert wird..

Die zwei Millionen Erwerbstätigen heute sind eine Chimäre - entweder statistisch herbeigezaubert oder im Billiglohnsektor.

Positive Effekte des angeblich höheren Arbeitsaufkommens sind sowieso dünn gesät, denn die Abgaben sind insgesamt so hoch wie nie!

Und überhaupt, was geht den einzelnen Arbeitnehmer diese höhere Gesamtzahl an? Arbeitet er aus rein volkswirtschaftlichen Gründen?

Nein, er/sie arbeitet, um den Lebensunterhalt zu verdienen.

Nein, nein - diese Zahl ist nur ein weiteres klares Indiz für die Umverteilung von unten nach oben und für Jahrzehnte von falscher Wirtschaftspolitik.

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Andreas Neubert

Wenn die Arbeitnehmer ein Drittel mehr Leistung bringen ...

.... und der Reallohn trotzdem gleich bleibt, welche Vorteile hat das denn dann für die Arbeitgeber? Wird das dann in einem folgenden, zweiten Teil dieses Artikels erklärt?

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Jahrgang 1981, verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

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