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Risikoabsicherung

Folgen von „Sandy“ Wirbelsturm gefährdet amerikanisches Wachstum

Die Konjunktur in Amerika schwächelt ohnehin, jetzt drohen die Folgen von Wirbelsturm „Sandy“ noch weiter aufs Wachstum zu drücken. Experten fürchten, dass ein halber Prozentpunkt deshalb im vierten Quartal fehlen könnte.

© REUTERS Vergrößern Mit riesigen Baggern wird die Ocean Avenue in Sea Bright, New Jersey, vom angespülten Sand befreit.

Der Wirbelsturm „Sandy“ droht das ohnehin schwächelnde Wachstum der amerikanischen Wirtschaft noch weiter zu drücken. Etwa ein halber Prozentpunkt könnte im vierten Quartal fehlen, sagen Experten voraus. Allein die Stadt New York kosten die Folgen der Naturkatastrophe täglich etwa 200 Millionen Dollar.

„Wir werden wahrscheinlich einen halben Prozentpunkt im vierten Quartal verlieren“, schätzte der Wissenschaftler Peter Morici von der Universität Maryland. „Das kann das Wirtschaftswachstum bis auf rund ein Prozent drücken.“ Gemessen an der Gesamtlage sei ein halber Prozentpunkt eine Menge, fügte er hinzu. Zuletzt lagen die Schätzungen von Experten für das vierte Quartal im Schnitt bei einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,8 Prozent.

Überschwemmungen, Stromausfälle, zerstörte Häuser

„Sandy“ war am Montag auf einer Breite von mehreren Hundert Kilometern auf die Ostküste der Vereinigten Staaten geprallt. Überschwemmungen, Stromausfälle und zerstörte Häuser waren die Folge. Mehr als 60 Menschen kamen ums Leben. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft könnten gravierend sein, schrieb auch Paul Ashworth von der Londoner Beratungsfirma Capital Economics in einer Analyse. Der Wiederaufbau dürfte dann aber im kommenden Jahr die Wirtschaft wieder ankurbeln. Dennoch werde unter dem Strich ein Verlust von zehn bis 20 Milliarden Dollar stehen, erwarten die Analysten von Eqecat.

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Dagegen blieben die Ökonomen von JP Morgan bei ihrer Prognose, dass das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal um 2,0 Prozent zulegt. Die Fachleute verwiesen darauf, dass der verheerende Hurrikan „Katrina“ im Jahr 2005 das Wirtschaftswachstum zwar erheblich verlangsamte, vor allem weil Ölraffinerien ausfielen und zwei Monate lang das Benzin deutlich teurer war. Allerdings erholte sich damals die Konjunktur auch wieder sehr rasch. „Sandy“ habe zwar auch einige Raffinerien in Mitleidenschaft gezogen, schrieben die Analysten. Aber die Auswirkungen auf den Benzinpreis seien vermutlich nur kurzfristig.

Wiederaufbau wirkt positiv auf Konjunktur

Wie hoch die Schäden sind, die „Sandy“ hinterlassen hat, ist derzeit nur schwer abzuschätzen. Unzählige Wohnhäuser, Fabriken, Kraftwerke und Verkehrswege im besonders betroffenen Bundesstaat New Jersey und in New York müssen instand gesetzt werden. Auf die Konjunktur werden sich diese Wiederaufbauarbeiten aber wohl erst 2013 positiv auswirken.

Der Leiter des Rechungswesens der Stadt New York, John Liu, sagte,  in den vergangenen Tagen sei die Wirtschaftstätigkeit in New York auf etwa 20 Prozent des normalen Wertes gesunken. „Und sie wird noch für einige Zeit nicht auf 100 Prozent zurückkehren.“ Allerdings sei nicht alles dauerhaft verloren, sondern nur aufgeschoben. „Wir glauben nicht, dass der dauerhafte Schaden am Ende die Marke von einer Milliarde Dollar überschreiten wird“, sagte Liu.

Quelle: Reuters

 
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Veröffentlicht: 01.11.2012, 13:30 Uhr

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