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Flaute in der Realwirtschaft Industrieaufträge brechen in großem Stil ein

06.11.2008 ·  Erst kam die Finanzkrise, jetzt brechen der Industrie die Bestellungen weg: „Das ist der größte Rückgang seit Einführung der Statistik 1991“, sagte das Wirtschaftsministerium mit Blick auf die Auftragslage im September. Besonders stark betroffen: Maschinenbauer und Fahrzeughersteller.

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Der deutschen Industrie sind die Aufträge im September so stark weggebrochen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Die Aufträge sanken vier mal so stark wie erwartet. Die Bestellungen fielen preis- und saisonbereinigt um acht Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. Der Auftragseingang ist neben der Produktion der wichtigste realwirtschaftliche Konjunkturindikator.

„Das ist der größte Rückgang seit Einführung der Statistik 1991“, sagte eine Ministeriumssprecherin. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit minus zwei Prozent gerechnet. „Insgesamt setzt sich der seit Dezember 2007 zu verzeichnende Rückgang der Auftragseingänge verstärkt fort“, erklärte das Ministerium außerdem. „Insofern bleiben die Aussichten für die Industrieproduktion stark eingetrübt.“

Damit setzte sich der im Dezember 2007 begonnene Abwärtstrend fort, der nur im August von einem Auftragsplus von 3,5 Prozent unterbrochen wurde. Das Ministerium wies darauf hin, dass der Rückgang auch deshalb so stark ausfiel, weil das Auftragsvolumen im August „durch Großaufträge und Ferientageeffekte überhöht war“. Im stabileren Zwei-Monats-Vergleich August/September zu Juni/Juli sanken die Aufträge um 1,4 Prozent. Das Volumen lag damit um fünf Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

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Auslandsnachfrage ging besonders stark zurück

Besonders stark ging die Nachfrage aus dem Ausland zurück. Sie sank um 11,4 Prozent, während die Inlandsnachfrage um 4,3 Prozent fiel. In den einzelnen Industriesektoren brachen die Aufträge vor allem bei den Investitionsgütern besonders deutlich ein. Sie sanken um 11,0 Prozent. Bei den Produzenten von Vorleistungen sank das Auftragsvolumen um 5,4 Prozent und bei den Konsumgüterproduzenten um 1,5 Prozent.

Alle großen Industriebranchen meldeten ein Minus. Den stärksten Rückgang verzeichneten die Produzenten von Maschinen, Fahrzeugen und anderen Investitionsgütern mit elf Prozent. Bei den Herstellern von Konsumgütern sank das Ordervolumen um 1,5 Prozent, bei den Produzenten von Vorleistungsgütern um 5,4 Prozent.

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