17.07.2005 · Die Notenbanken im Euro-Raum haben im ersten Halbjahr 2005 rund 293.000 gefälschte Euro-Banknoten registriert. Der Schaden für die betroffenen Bürger beträgt rund 17,2 Millionen Euro.
Die Notenbanken im Euro-Raum haben im ersten Halbjahr 2005 rund 293.000 gefälschte Euro-Banknoten registriert. Das sind 2,1 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2004, aber 4,6 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2004. Damit scheint die Zahl der aufgefundenen Fälschungen sich nach dem rasanten Anstieg in den Vorjahren stabilisiert zu haben.
Dies gilt auch für Deutschland. 13,6 Prozent oder 39.975 Euro-Blüten wurden im ersten Halbjahr von der Deutschen Bundesbank sichergestellt. Das ist deutlich weniger, als dem wirtschaftlichen Gewicht Deutschlands im Währungsraum entspricht. Der Gesamtschaden durch die Fälschungen für die betroffenen Bürger im Euro-Raum belief sich von Januar bis Juni nach Berechnungen dieser Zeitung auf rund 17,2 Millionen Euro. Davon entfielen auf Deutschland nach Angaben der Bundesbank 2,9 Millionen Euro.
50-Euro-Note bei Fälscher am beliebtesten
Im Euro-Raum war die 50-Euro-Note mit 62 Prozent abermals das beliebteste Ziel der Fälscher, gefolgt von der 20-Euro-Note mit 16 Prozent. Neun Prozent der Fälschungen entfielen auf 100-Euro-Scheine. In Deutschland - und mehr noch in Österreich - versuchen die Fälscher dagegen offensichtlich, eher höherwertige Blüten in Umlauf zu bringen. Zwar entfiel das Gros der Fälschungen auch hierzulande mit 67 Prozent auf die 50-Euro-Note. Danach aber folgen die 100-Euro-Note mit 14 Prozent und die 200-Euro-Note mit 7,5 Prozent der aufgefundenen Fälschungen.
Die Notenbanken betonen, daß die Zahl der registrierten Fälschungen vergleichsweise gering sei. In Deutschland kamen im ersten Halbjahr auf eine Million echter Banknoten rund 19 Fälschungen. Das ist erstmals seit der Euro-Bargeldeinführung weniger als zuvor, aber mehr als 2003. Im Jahr falle in Deutschland etwa eine falsche Banknote auf 1000 Einwohner an, teilte die Bundesbank mit. Für den gesamten Euro-Raum errechnet sich nach den EZB-Angaben für das erste Halbjahr ein Verhältnis von etwa 33 Fälschungen auf eine Million echter Banknoten.
Wenig Informationen im Euro-Raum
Neben der EZB informieren nur die Bundesbank, die Oesterreichische Nationalbank und die Bank von Finnland ihre Bürger mit regelmäßigen Pressemitteilungen über die Falschgeldentwicklung. In Österreich wurden im ersten Halbjahr 4247 falsche Euro-Banknoten sichergestellt, in Finnland 549 und in Belgien, wie sich in den Tiefen der Internetseite der Bank von Belgien finden läßt, 13.206. Auf die anderen acht Euro-Staaten entfallen damit rund 226.000 Fälschungen. Nach Angaben der EZB wurden 2 Prozent der Blüten in EU-Staaten außerhalb des Euro-Raums und 1 Prozent im sonstigen Ausland sichergestellt.
Falsche Euro-Münzen
Neben den Euro-Blüten registrierte die Bundesbank im ersten Halbjahr 19.391 falsche Euro-Münzen, weniger als in den beiden vorherigen Halbjahren, aber mehr als 2002. Mit 93 Prozent waren es weit überwiegend gefälschte 2-Euro-Münzen. Aber auch falsche 50-Cent-Stücke und 1-Euro-Münzen wurden registriert. Hier ist der Schaden für die betroffenen Bürger vergleichsweise gering. In der Summe waren es im ersten Halbjahr rund 35.450 Euro.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2468 | −0,16% |
| Rohöl Brent Crude | 106,36 $ | −0,46% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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