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F.A.Z.-Indikator Mit der Konjunktur geht es weiter aufwärts

07.09.2006 ·  Mit der deutschen Konjunktur geht es weiter aufwärts. Der F.A.Z.-Konjunkturindikator stieg im Juli dieses Jahres abermals leicht an. Die Industrieproduktion ist überraschend stark gestiegen.

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Mit der deutschen Konjunktur geht es weiter aufwärts. Der F.A.Z.-Konjunkturindikator, der vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel für diese Zeitung berechnet wird, stieg im Juli dieses Jahres abermals leicht an. Der Index erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 111,1 Punkte; er lag damit 5,2 Prozent über dem Niveau im Vorjahr. Der F.A.Z.-Konjunkturindikator deutet darauf hin, daß sich der Konjunkturaufschwung nach der Jahresmitte fortsetzt, wenn auch nicht mehr so stark wie in der ersten Jahreshälfte.

Auch die Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe weist weiter aufwärts. Im Juli stieg die Produktion nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, nachdem sie im Vormonat 0,4 Prozent gefallen war. Zu dem Zuwachs trug vor allem die gute Entwicklung im Bauhauptgewerbe und bei den Herstellern der Investitionsgüter bei. Das Wirtschaftsministerium erwartet eine Fortsetzung der lebhaften Produktionstätigkeit im Produzierenden Gewerbe.

Aufwärtstrend der Bestellungen intakt

Ausschlaggebend für den andauernden Anstieg des F.A.Z.-Konjunkturindikators ist, daß der Aufwärtstrend des Auftragseingangs in der Industrie weiterhin intakt ist. Zum einen wurden die Bestellungsdaten für die Vormonate deutlich nach oben revidiert. Zum anderen stieg die Nachfrage im Juli kräftig an (Deutsche Industrie verbucht im Juli deutlich mehr Aufträge). Gebremst wurde die Zunahme des Indikators zuletzt lediglich vom spürbaren Rückgang des Geschäftsklimas im Verarbeitenden Gewerbe.

Die übrigen Kennziffern änderten sich nur unwesentlich. Nach den nun vorliegenden Statistiken scheint es so, daß die lange Zeit bestehende Diskrepanz zwischen den Umfragedaten und der tatsächlichen Nachfrageentwicklung geringer geworden ist. Offensichtlich folgen die "harten" Wirtschaftsdaten den "weichen" Stimmungsindikatoren, die im ersten Halbjahr rapide gestiegen waren.

Gute Entwicklung am Bau und bei Investitionen

Die Produktion stieg im Juli erheblich stärker, als von Analysten mehrheitlich erwartet. Das Wirtschaftsministerium weist einen Anstieg von 1,2 Prozent im saisonbereinigten Monatsvergleich aus; die Volkswirte hatten 0,5 Prozent erwartet. Trotz der guten Entwicklung gehen viele Analysten davon aus, daß die Industriekonjunktur sich in den kommenden Monaten eher abschwächen werde. Sie verweisen darauf, daß die Stimmungsumfragen eine Eintrübung anzeigen.

Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich Juni/Juli gegenüber April/Mai stieg die Produktion im gesamten Produzierenden Gewerbe um 1 Prozent. Die Industrie meldete ein Plus von 0,9 Prozent, das sich vor allem auf die gute Entwicklung im Bereich der Investitions- und Vorprodukte stützte. Dagegen ergab sich für die Hersteller von Konsumgüter ein Minus von 1,5 Prozent. Die Produktion im Bauhauptgewerbe stieg im Zweimonatsvergleich um 1,4 Prozent.

Quelle: F.A.Z., 08.09.2006, Nr. 209 / Seite 11
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