05.11.2004 · Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland ist gefährdet. Der F.A.Z.-Konjunkturindikator ist im September deutlich um 0,6 Prozent auf 101,2 gesunken. Auch die Industrieproduktion rutscht ab.
Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland ist gefährdet. Der F.A.Z.-Konjunkturindikator ist im September deutlich um 0,6 Prozent auf 101,2 gesunken. Der Index war damit nur noch um 3,1 Prozent höher als vor einem Jahr und lag etwa auf dem Niveau des Frühjahrs.
Ausschlaggebend für die Schwäche war der Rückgang der Auftragseingänge in der Industrie. Die übrigen Kennziffern veränderten sich nur wenig. Positiv schlug zu Buche, daß sich das Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe geringfügig verbessert hatte. Insgesamt bestätigte sich, daß die Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr schwächer verläuft als im ersten. Kommt es zu keiner Trendumkehr bei den Aufträgen, wird die Industrieproduktion ebenfalls nicht zunehmen und somit keinen Beitrag zum Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts leisten. Für die Gesamtwirtschaft hieße das dann annähernd Stagnation.
Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, ist die deutsche Produktion im September überraschend weiter gesunken. Die Unternehmen des produzierenden Gewerbes stellten saisonbereinigt 1,2 Prozent weniger her als im August. Der Auftragsrückgang in der Industrie hatte Befürchtungen geweckt, auch die Produktion könne schwächer ausfallen. Innerhalb des produzierenden Gewerbes verringerte die Industrie die Produktion um 1,2 Prozent, die Energiewirtschaft um 1,2 Prozent und der Bau um 1,3 Prozent.
Das Wirtschaftsministerium kündigte eine spürbare Revision der Daten nach oben an. Bankvolkswirte sind indes skeptisch, inwieweit die Aufwärtsrevision das Konjunkturbild verbessern kann.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2471 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,36 $ | −0,46% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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