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F.A.Z.-Indikator Die Konjunktur tritt auf der Stelle

07.02.2007 ·  Die konjunkturelle Dynamik in Deutschland bleibt vorerst gering. Der F.A.Z.-Konjunkturindikator stagniert. Die Industrieproduktion ist im Dezember gefallen.

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Die konjunkturelle Dynamik in Deutschland bleibt vorerst gering. Der F.A.Z.-Konjunkturindikator, der vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel für diese Zeitung berechnet wird, verringerte sich im Dezember geringfügig um 0,1 Prozent auf 113,4 Punkte. Wenn der Indikator auch 4,6 Prozent höher liegt als vor einem Jahr, hat er dennoch seit dem Spätsommer praktisch nicht mehr zugelegt. Die Stagnation des Indikators deutet darauf hin, dass die konjunkturelle Expansion nach der Jahreswende 2006/2007 eine Pause einlegt. "In den kommenden Monaten muss der Auftragseingang schon spürbar anziehen, wenn die optimistischen Prognosen für das laufende Jahr eintreten sollen", sagte der Konjunkturchef des IfW, Joachim Scheide, dieser Zeitung. Vor allem wegen des sehr günstigen Geschäftsklimas sei dies aber zu erwarten.

Auch die Industrieproduktion hat sich zuletzt verhalten entwickelt. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums vom Mittwoch sank die Produktion im Dezember in der um saisonale Effekte bereinigten Rechnung um 0,5 Prozent gegenüber November. Im weniger schwankungsanfälligen Vergleich November/Dezember zu September/Oktober meldete das Ministerium ein Plus von 1,2 Prozent.

Kaum neue Aufträge

Die nahezu Stagnation des F.A.Z.-Indikators gründet darin, dass der Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe seit dem Spätsommer kaum zugenommen hat und im Dezember sogar leicht abbröckelte (Auftragseingang stagniert). Gestützt wurde der Indikator hingegen durch den kräftigen Anstieg des Geschäftsklimas im verarbeitenden Gewerbe im Dezember; auch zeigt der weiterhin freundliche Aktienmarkt eine bessere Stimmung an. Einen leichten Dämpfer erhielt der Indikator durch die Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit als Folge der Stärke des Euro gegenüber anderen Währungen. Die übrigen Kennziffern veränderten sich nur wenig.

Die sinkende Erzeugung im Dezember gründet vor allem im Minus von 0,7 Prozent des verarbeitenden Gewerbes. Auch angesichts des ungewöhnlich warmen Wetters legte das Bauhauptgewerbe dagegen im Dezember um 1 Prozent zu. Im Zweimonatsvergleich zeigt sich in der Industrie eine stabile Entwicklung bei den Herstellern von Vorleistungs- und Investitionsgütern, während die Produzenten von Konsumgütern ein leichtes Minus erlitten. Dies dürfte die Gegenbewegung nach dem mehrwertsteuerbedingten deutlichen Plus zuvor darstellen. In der Tendenz zeige die Industrieproduktion sich robust, wertete das Bundeswirtschaftsministerium.

Quelle: F.A.Z., 08.02.2007, Nr. 33 / Seite 9
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