http://www.faz.net/-gqe-76e87
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 08.02.2013, 11:43 Uhr

Exportwirtschaft Deutscher Außenhandel setzt Rekordkurs fort

Ob Autos, Maschinen oder Elektronik: Deutsche Waren sind in aller Welt begehrt. Deshalb bleibt Deutschlands Exportwirtschaft auf Rekordkurs - trotz der Krise im Euroraum.

© dpa Die deutschen Ausfuhren kletterten 2012 gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2011 um 3,4 Prozent

Die deutsche Exportwirtschaft bleibt ungeachtet des schwächeren Geschäfts mit kriselnden Euroländern auf Rekordjagd. Die Ausfuhren kletterten 2012 gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2011 um 3,4 Prozent auf 1,097 Billionen Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Ausschlaggebend für das neue Allzeithoch war die große Nachfrage aus Übersee nach Waren „Made in Germany“.

Während die Lieferungen in die Länder der Eurozone um 2,1 Prozent auf 411,9 Milliarden Euro sanken, zogen die Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union kräftig um 8,8 Prozent auf 471,7 Milliarden Euro an. Auch die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, bestellten 3,3 Prozent mehr Waren im Wert von 213,8 Milliarden Euro. Die Einfuhren lagen nur 0,7 Prozent höher als im Vorjahr bei 909,2 Milliarden Euro.

Mehr zum Thema

Dementsprechend wies die Handelsbilanz mit 188,1 Milliarden Euro den zweithöchsten Wert seit 1950 aus. Höher lag der Saldo bisher nur im Jahr 2007. Zum Jahresende ging der deutschen Exportwirtschaft allerdings die Luft aus. Im Dezember lagen die Ausfuhren 6,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Zum November stiegen sie kalender- und saisonbereinigt leicht um 0,3 Prozent.

„Insgesamt haben sich die deutschen Exporteure 2012 beeindruckend gut geschlagen - trotz der Euro-Krise und den Schwächen andernorts“, kommentierte Ökonom Christian Schulz von der Berenberg Bank die Zahlen. Hingegen hätten sich die Importe angesichts der robusten Konjunktur, die die Binnennachfrage eigentlich stärken müsste, überraschend schwach entwickelt. Für das laufende Jahr rechnet der Außenhandelsverband BGA nach früheren Angaben mit einer Zunahme der Exporte um bis zu fünf Prozent und für die Importe um 5,5 Prozent.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mayers Weltwirtschaft Krisenland Italien

Italiens Banken geht es schlecht, doch noch schlechter geht es dem ganzen Land. Schnelle Rettung ist nicht in Sicht. Mehr Von Thomas Mayer

23.07.2016, 16:14 Uhr | Wirtschaft
Übernahme durch Verizon Yahoo verliert seine Eigenständigkeit

20 Jahre nach Firmengründung ist das ein schwerer Schlag für Yahoo. Nachdem Anfang des Jahres bereits die Streichung von 1700 Stellen angekündigt worden war, wird das Unternehmen jetzt für 5 Milliarden Dollar von Verizon übernommen. Mehr

25.07.2016, 19:50 Uhr | Wirtschaft
Erdogan Die Türkei zerstört ihr Wirtschaftswunder

Präsident Erdogan hat die Wirtschaft angekurbelt wie keiner zuvor. Jetzt stürzt er sein Land ins Chaos – und könnte in eine ökonomische Falle laufen. Mehr Von Dyrk Scherff

24.07.2016, 14:10 Uhr | Wirtschaft
Arbeitsmarkt Arbeitslosenzahlen im April 2016

Arbeitslosenquoten bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen in Prozent Mehr

20.07.2016, 18:13 Uhr | Wirtschaft
Steuern CSU will Steuerentlastung für Geringverdiener

Mehr als ein Jahr vor der Bundestagswahl macht Bayerns Finanzminister Markus Söder Vorschläge, die den Grünen nicht gefallen. Mehr

21.07.2016, 14:39 Uhr | Wirtschaft

Das dunkle Netz

Von Carsten Knop

Im sogenannten Darknet kann man sich Drogen und Waffen illegal und anonym beschaffen. Verschlüsselte Kommunikation im Internet ist aber nicht per se verwerflich. Mehr 2 14

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Wo in die Infrastruktur investiert wird

Geld gibt der Staat für allerlei aus. Nur jeder zehnte Euro der öffentlichen Hand wird in die Infrastruktur investiert. Doch es gibt regionale Unterschiede. Mehr 1