Home
http://www.faz.net/-gqf-76e87
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Exportwirtschaft Deutscher Außenhandel setzt Rekordkurs fort

Ob Autos, Maschinen oder Elektronik: Deutsche Waren sind in aller Welt begehrt. Deshalb bleibt Deutschlands Exportwirtschaft auf Rekordkurs - trotz der Krise im Euroraum.

© dpa Vergrößern Die deutschen Ausfuhren kletterten 2012 gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2011 um 3,4 Prozent

Die deutsche Exportwirtschaft bleibt ungeachtet des schwächeren Geschäfts mit kriselnden Euroländern auf Rekordjagd. Die Ausfuhren kletterten 2012 gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2011 um 3,4 Prozent auf 1,097 Billionen Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Ausschlaggebend für das neue Allzeithoch war die große Nachfrage aus Übersee nach Waren „Made in Germany“.

Während die Lieferungen in die Länder der Eurozone um 2,1 Prozent auf 411,9 Milliarden Euro sanken, zogen die Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union kräftig um 8,8 Prozent auf 471,7 Milliarden Euro an. Auch die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, bestellten 3,3 Prozent mehr Waren im Wert von 213,8 Milliarden Euro. Die Einfuhren lagen nur 0,7 Prozent höher als im Vorjahr bei 909,2 Milliarden Euro.

Mehr zum Thema

Dementsprechend wies die Handelsbilanz mit 188,1 Milliarden Euro den zweithöchsten Wert seit 1950 aus. Höher lag der Saldo bisher nur im Jahr 2007. Zum Jahresende ging der deutschen Exportwirtschaft allerdings die Luft aus. Im Dezember lagen die Ausfuhren 6,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Zum November stiegen sie kalender- und saisonbereinigt leicht um 0,3 Prozent.

„Insgesamt haben sich die deutschen Exporteure 2012 beeindruckend gut geschlagen - trotz der Euro-Krise und den Schwächen andernorts“, kommentierte Ökonom Christian Schulz von der Berenberg Bank die Zahlen. Hingegen hätten sich die Importe angesichts der robusten Konjunktur, die die Binnennachfrage eigentlich stärken müsste, überraschend schwach entwickelt. Für das laufende Jahr rechnet der Außenhandelsverband BGA nach früheren Angaben mit einer Zunahme der Exporte um bis zu fünf Prozent und für die Importe um 5,5 Prozent.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Höchster Wert seit 2008 Japans Exporte legen kräftig zu

Japans Exporte steigen um fast 10 Prozent und erreichen den höchsten Wert seit der Finanzkrise 2008. Bei der Handelsbilanz sieht es allerdings anders aus. Mehr Von Carsten Germis, Tokio

20.11.2014, 03:49 Uhr | Wirtschaft
Konflikt mit dem Westen Wie die EU-Sanktionen Russland treffen

Putin nutzte seinen Auftritt im deutschen Fernsehen, um die Aussichten für die Wirtschaft seines Landes rosig darzustellen. Die Sanktionen seien gar von Vorteil. Experten sehen die Lage etwas anders. Mehr Von Benjamin Triebe, Henrike Roßbach, Moskau/Berlin

18.11.2014, 10:25 Uhr | Wirtschaft
Folgen der Energiewende Energiekonzern RWE meldet Gewinneinbruch

Der zweitgrößte deutsche Versorger setzt seine Talfahrt fort: Der Gewinn sinkt schnell. Nicht nur, weil schon der letzte Winter so milde war. Mehr

13.11.2014, 08:51 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 08.02.2013, 11:43 Uhr

Reservierte Plätze

Von Heike Göbel

Wer glaubt, dass Deutschland durch die Frauenquote moderner wird, glaubt vermutlich auch daran, dass der Storch die Kinder bringt. Fakt ist: Hier wird gegen die Prinzipien einer Marktwirtschaft verstoßen. Mehr 44 104


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wo Gemeinden die meisten Steuern einnehmen

Die Städte und Gemeinden in Ostdeutschland haben zwar weniger Schulden als die im Westen, doch ihre Steuerkraft ist noch immer deutlich niedriger. Unsere Grafik zeigt, wo Kommunen viele Steuern einnehmen. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden