Das Wirtschaftsklima im Euro-Raum hat sich im Februar verschlechtert und dämpft die Aussichten für die allgemein erwartete moderate konjunkturelle Erholung. Die Konjunkturumfragen der Europäischen Kommission zeigen, daß das Geschäftsklima in allen Wirtschaftszweigen schlechter eingeschätzt wird als noch im Januar. Allein das Konsumklima stagnierte.
Besonders deutlich fiel im Februar der Index des Industrievertrauens um zwei Punkte auf minus 7 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit März 2004 und liegt nur noch knapp über dem langfristigen Mittel. Wichtiger für die Einschätzung der konjunkturellen Lage ist indes die Bewegung des Index, die nun seit November nach unten weist. Im Februar verschlechterte sich das Industrievertrauen in acht der zwölf Euro-Staaten; besonders deutlich war der Rückgang in Italien, Spanien, Deutschland und Belgien. Insgesamt schätzte das verarbeitende Gewerbe den Auftragseingang und vor allem die inländischen Aufträge deutlich schlechter ein. Die Produktionserwartungen gaben abermals nach; die aktuelle Geschäftslage wurde weniger zuversichtlich beurteilt.
Deutlich schlechter als zuvor sahen die Einzelhändler im Euro-Raum die aktuelle wirtschaftliche Lage. Sowohl im Einzelhandel als auch unter den Dienstleistern und im Baugewerbe sanken die entsprechenden allgemeinen Klimaindizes.
Verbrauchervertrauen stabil
Stabil zeigte sich im Februar einzig das Konsumklima. Der Index des Verbrauchervertrauens stagnierte. Die Konsumenten schätzten die allgemeine wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten unverändert und ihre eigene finanzielle Lage sogar leicht besser ein. Die Sorge vor Arbeitslosigkeit indes hat sich spürbar vergrößert.
Diese Erwartung der Verbraucher wird gestützt durch die Beschäftigungspläne der Unternehmen, die im verarbeitenden Gewerbe und bei den Dienstleistern seit Monaten im Trend stagnieren. Im Baugewerbe und im Einzelhandel verschlechterten sich die Beschäftigungserwartungen im Februar.
