28.10.2005 · Die Aussichten für eine weitere Konjunkturerholung im Euro-Raum haben sich verbessert. Das geht aus den auf Umfragen beruhenden Daten zum Industrie- und Verbrauchervertrauen hervor.
Die Aussichten für eine weitere Konjunkturerholung im Euro-Raum haben sich verbessert. Das geht aus den auf Umfragen beruhenden Daten zum Industrie- und Verbrauchervertrauen hervor, die die Europäische Kommission am Freitag veröffentlicht hat. Danach setzte sich nicht nur der seit dem Frühsommer andauernde Stimmungsaufschwung in der Industrie fort. Zum ersten Mal seit einem Jahr ist auch der Index des Verbrauchervertrauens zwei Mal nacheinander gestiegen. Positive Signale kamen aus fast allen Euro-Staaten.
Die Daten passen nach Ansicht von Ökonomen ins Bild einer spürbaren Erholung der Euro-Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2005. Die Indizes für das Industrie- und das Verbrauchervertrauen kletterten im Zeitraum von August bis Oktober um jeweils 2 Punkte. Da sich zugleich die Stimmungsindikatoren für den Dienstleistungssektor und den Einzelhandel verbesserten, ist die Basis für einen Aufschwung breiter geworden. Am stärksten schlug die Stimmungsverbesserung in Deutschland zu Buche.
Kapazitätsauslastung steigt leicht
Das höhere Industrievertrauen im Euro-Raum gründet vor allem in gestiegenen Produktionserwartungen. Der bereits in den vergangenen Monaten beobachtete positive Produktionstrend scheint sich fortzusetzen. Nach Einschätzung der Unternehmen dürfte die Kapazitätsauslastung im vierten Quartal leicht auf 81,2 Prozent steigen, wie aus der zugleich veröffentlichten Quartalsumfrage hervorgeht. Die Einschätzungen des Auftragseingangs blieben im Oktober konstant und liegen weiterhin leicht über dem langjährigen Durchschnitt. Abermals verbesserten sich die Exporterwartungen der Industrie.
Das Verbrauchervertrauen legte im Oktober zu, weil die Konsumenten offenbar deutlich weniger Angst vor einem Arbeitsverlust haben als in den Vormonaten. Der entsprechende Teilindex kletterte deutlich um 5 Punkte und liegt damit erstmals seit über einem Jahr spürbar über dem langjährigen Durchschnitt. Auch die Industrieunternehmen melden günstigere Beschäftigungsaussichten. Die Einschätzung der künftigen Preisentwicklung blieb bei Unternehmen wie Verbrauchern unverändert.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2471 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,34 $ | −0,48% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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