02.05.2004 · Die Verbraucherpreise im Euro-Raum sind im April um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und damit stärker als erwartet gestiegen. Das zeigen erste Schätzungen von Eurostat.
Die Verbraucherpreise im Euro-Raum sind im April um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und damit stärker als erwartet gestiegen. Das zeigen erste Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union. Im März hatte die Inflationsrate bei 1,7 Prozent gelegen.
Der Preissprung gründet überwiegend in höheren Energiepreisen. Der Ölpreis lag im April mit rund 27,5 Dollar je Barrel (159 Liter) deutlich über dem Vorjahresniveau von rund 23 Dollar und wurde zudem nicht mehr durch eine weitere Euro-Aufwertung abgemildert.
Die Inflationsrate in die Höhe trieb im April auch ein statistischer Basiseffekt: Weil im April 2003 die Verbrauchpreise sehr langsam stiegen, klettern sie nun zwölf Monate später im Vorjahresvergleich besonders schnell. Volkswirte erwarten, daß die Inflationsrate im Euro-Raum bis zum Sommer auf bis zu 2,3 Prozent steigen wird, um dann angesichts des schwachen Preisdrucks wieder leicht nachzugeben. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte wiederholt darauf hingewiesen, daß die Inflationsrate in den kommenden Monaten schwanken und zeitweise über 2 Prozent steigen werde. Diese Marke gilt nach EZB-Definition als mittelfristige Obergrenze für Preisstabilität.