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Euro-Raum Geschäftsklima hellt sich auf

29.07.2005 ·  Das Geschäftsklima im Euro-Raum hat sich im Juli stärker aufgehellt als erwartet. Der von der Europäischen Kommission berechnete Index des Unternehmenvertrauens stieg zum zweiten Mal nacheinander.

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Das Geschäftsklima im Euro-Raum hat sich im Juli stärker aufgehellt als erwartet. Der von der Europäischen Kommission berechnete Index des Unternehmenvertrauens stieg zum zweiten Mal nacheinander.

Mit minus 8 nach minus 10 Punkten liegt der Index nun so hoch wie zuletzt im März. Die euroraumweit befragten Unternehmen schätzten ihre Auftragslage und die aktuelle Produktion deutlich besser ein als zuvor. Hinter der Verbesserung stehen nach Angaben der Kommission vornehmlich die Abschwächung des Euro- Wechselkurses, die jüngste Stabilisierung des Ölpreises und eine erwartete Beschleunigung im weltweiten Wachstumszyklus.

Aus der am Freitag zugleich veröffentlichten vierteljährlichen Umfrage geht hervor, daß die Kapazitätsauslastung im verarbeitenden Gewerbe sich zu Beginn des dritten Quartals nicht weiter verschlechtert hat. Als Folge der verbesserten Auftragslage hielten die Unternehmen die Produktionskapazität für weniger ausreichend als noch im zweiten Quartal. Dies deutet darauf hin, daß womöglich weitere Investitionen anstehen.

Der Index des Verbrauchervertrauens stagnierte im Juli mit minus 15 Punkten. Die Konsumenten schätzten die allgemeinen Wirtschaftsaussichten negativer ein als im Vormonat, waren aber hinsichtlich der Arbeitsmarktaussichten zuversichtlicher als zuvor. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung, der auch andere Branchen umfaßt, stieg von 96,3 auf 97,3 Punkte.

Beschleunigte Inflation

Der Preisauftrieb im Euro-Raum hat im Juli abermals über der mittelfristigen Stabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank (EZB) gelegen. Nach einer Vorabschätzung des europäischen Statistikamts Eurostat vom Freitag dürften sich die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent erhöht haben. Volkswirte hatten einen Anstieg in dieser Höhe erwartet. Die EZB sieht Preisstabilität bei einer Teuerung von mittelfristig "unter, aber nahe 2 Prozent" erreicht. Im Juni hatten die Verbraucherpreise um 2,1, im Mai um 2,0 Prozent zugelegt. Zur Berechnung der Vorausschätzung des harmonisierten Verbrauchpreisindex (HVPI) verwendet das Statistikamt frühzeitig vorliegende Preisdaten aus einzelnen Euro-Staaten sowie Informationen über die Energiepreise.

Quelle: pwe. / F.A.Z., 30.07.2005, Nr. 175 / Seite 12
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