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Euro--Raum Euro-Indikator auf Rekordhoch

01.02.2007 ·  Der Konjunkturausblick für den Euro-Raum bleibt trotz der Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland günstig. Der Euro-Indikator der DZ Bank erreichte mit 101,2 Punkten einen Hochstand.

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Der Konjunkturausblick für den Euro-Raum bleibt zu Jahresbeginn 2007 trotz der Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland günstig. Der Euro-Indikator der DZ Bank stieg im Januar um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte mit 101,2 Punkten einen Hochstand. Die Jahresveränderungsrate des Indikators hat sich von 2,4 Prozent im Dezember auf nun 2,5 Prozent leicht verbessert.

Besonders an den Finanzmärkten ist der Konjunkturoptimismus offensichtlich noch größer geworden. Die Aktienkurse legten, gemessen am MSCI-Index für den Euro-Raum, im Januar um knapp 3 Prozent zu. Das Zinsniveau stieg zwar an. Doch hat die Zinsspanne zwischen lang- wie kurzfristigen Ausleihungen sich wieder etwas ausgeweitet. Wie die kräftige Beschleunigung des Geldmengenwachstums wird dies üblicherweise als Vorboten einer günstigen Konjunktur interpretiert.

Bei den Indikatoren aus dem Industriebereich gab es im Januar nur wenig Bewegung. Weil die Unternehmen jedoch von einem hohen Auftragspolster zehren können, hoben sie ihre Produktionserwartungen nach der Umfrage der EU-Kommission sogar noch einmal leicht an.

Die Umfrage unter den Einkaufsmanagern des verarbeitenden Gewerbes deutet auf einen andauernden Aufschwung in der Industrie hin, wenngleich die Unternehmen das Wachstum sowohl ihrer Produktion wie auch der Neuaufträge nicht mehr ganz so hoch einschätzen wie im Vormonat. Mit einem Wert von 55,5 Punkten zeigt der RBS/NTC-Index eine Beruhigung der Industriekonjunktur an, liegt aber weiterhin deutlich über dem neutralen Niveau von 50 Punkten. Die Stimmung der Verbraucher verschlechterte sich im Januar geringfügig, vor allem weil die Haushalte die Konjunktur in den kommenden zwölf Monaten nicht mehr ganz so optimistisch beurteilen. Dagegen werten sie die Arbeitsmarktentwicklung etwas positiver als zuvor.

Quelle: F.A.Z., 02.02.2007, Nr. 28 / Seite 12
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