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Euro-Raum DZ-Bank-Indikator trübt sich ein

01.12.2004 ·  Die Konjunkturschwäche im Euro-Raum dürfte mindestens noch bis zum Frühjahr 2005 andauern. Darauf deutet der DZ-Bank-Euro-Indikator hin.

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Die Konjunkturschwäche im Euro-Raum dürfte mindestens noch bis zum Frühjahr 2005 andauern. Darauf deutet die aktuelle Entwicklung des DZ-Bank-Euro-Indikators hin. Im November verschlechterte sich der Indikator gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und sank auf 102,8 Punkte. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel die Veränderungsrate des Frühindikators von minus 0,3 Prozent im Oktober auf minus 0,8 Prozent.

Der Indikator läuft der tatsächlichen Konjunkturentwicklung etwa ein bis zwei Quartale voraus. Demnach ist vor dem zweiten Quartal 2005 kaum mit einer wirtschaftlichen Belebung zu rechnen.

Das Konjunkturklima in den Industriebetrieben trübte sich im November teilweise auch als Folge des Höhenflugs des Euro ein. Der im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters ermittelte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der in den DZ-Bank-Indikator eingeht, fiel das vierte Mal nacheinander und liegt nun auf dem niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Die Unternehmen schätzten vor allem die aktuelle Produktionsentwicklung und die Entwicklung der Neuaufträge nicht mehr so positiv ein wie zuvor.

Dagegen blieben die Produktionserwartungen im verarbeitenden Gewerbe gemäß der Umfrage der EU-Kommission noch unverändert und liegen deutlich über ihrem langjährigen Durchschnitt. Das spricht dafür, daß die Mehrzahl der Unternehmen zumindest ihre eigene Geschäftsentwicklung durch den aktuellen Euro-Kurs noch nicht beeinträchtigt sieht.

Von den Finanzmärkten kamen im November widersprüchliche Signale für den Konjunkturausblick. Während die Aktienkurse gegenüber dem Vormonat um gut 3 Prozent zulegten, hält sich am Rentenmarkt weiterhin eine betont skeptische Konjunktureinschätzung.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2004, Nr. 282 / Seite 12
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