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Euro-Raum Binnenkonjunktur zieht an

31.01.2005 ·  Die Zuversicht im Verarbeitenden Gewerbe im Euro-Raum schwindet; Dienstleister und Einzelhändler berichten dagegen über eine positivere Stimmung.

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Das Konjunkturklima im Verarbeitenden Gewerbe des Euro-Raums hat sich im Januar leicht verschlechtert, während Dienstleister und Einzelhändler über eine positivere Stimmung berichteten. Das geht aus den am Montag veröffentlichten Konjunkturumfragen der Europäischen Kommission hervor. Volkswirte sehen im insgesamt besseren Konjunkturklima der binnenorientierten Bereiche Anzeichen, daß die inländische Nachfrage sich zu stärken beginnt. Dies gilt vor allem für Deutschland, das deutliche Zugewinne auch beim Konsumentenvertrauen meldete.

Der Indikator des Industrievertrauens ist nach den Umfragen um einen Punkt auf minus 5 Punkte gefallen; er liegt aber immer noch über seinem langfristigen Mittelwert. Die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes im Euro-Raum schätzten vor allem die Produktionserwartungen abermals schlechter ein. In der Quartalsumfrage der Kommission zeigt sich, daß die Unternehmen ihre Exporterwartungen stark zurückgenommen haben. Die Kapazitätsauslastung blieb zur Jahreswende unverändert. Die Absatzpreiserwartungen gaben deutlich nach.

Insgesamt bleiben die Umfrageindikatoren aus dem Verarbeitenden Gewerbe zum Jahresbeginn gemischt, nachdem nationale Indikatoren aus Deutschland und Italien eine Verbesserung angezeigt hatten. Ökonomen sprachen von einer Anpassung der Erwartungen im Verarbeitenden Gewerbe an eine moderatere, aber andauernde Expansion. Die Unternehmen planen nach der Umfrage eine Ausweitung ihrer Investitionen in diesem Jahr um real 2 Prozent.

Im Gegensatz zur exportabhängigen Industrie hat sich im Januar das Geschäftsklima der Dienstleister aufgehellt, weil die Nachfrageerwartungen deutlich zunahmen. Im Einzelhandel verbesserte sich das Geschäftsklima im Euro-Raum das zweite Mal nacheinander. Der Index des Verbrauchervertrauens im Euro-Raum stagnierte. Im Baugewerbe im Euro-Raum gab der Stimmungsindikator im Januar leicht nach.

Quelle: pwe. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.02.2005, Nr. 26 / Seite 10
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