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DIHK-Umfrage zur Konjunktur Unternehmen haken die Krise ab

20.10.2010 ·  Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung des Industrie- und Handelskammertages die Krise schon 2011 überwunden. Der Verband rechnet mit einem Wachstum von 2,4 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte demnach unter drei Millionen sinken. 300.000 neue Stellen sollen laut Umfrage geschaffen werden.

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Die Unternehmen in Deutschland beurteilen ihre Geschäftslage deutlich besser als noch im Frühsommer. Es spreche viel dafür, dass die Wirtschaftsleistung bereits 2011 wieder an das Vorkrisenniveau anknüpfen könne, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, am Mittwoch. Der Verband rechnet dann mit einem Wachstum von 2,4 Prozent. „Das wäre immerhin ein doppelt so starkes Wachstum wie im Durchschnitt der letzten 20 Jahre“, sagte Wansleben. 2010 rechnet der Verband sogar mit einem Wachstum von 3,4 Prozent.

Der DIHK ist für das kommende Jahr positiver gestimmt als die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, die lediglich plus zwei Prozent vorhersagen. Ihren Optimismus zieht die Kammer aus ihrer Herbstumfrage unter 28.000 Unternehmen. Demnach beurteilen 38 Prozent der Firmen ihre Geschäftlage als gut, nur 12 Prozent als schlecht. Sie blicken zudem optimistisch nach vorn. Jedes dritte Unternehmen beurteilt seine Geschäftsaussichten für die kommenden zwölf Monate besser, nur elf Prozent schlechter. Besonders optimistisch sind die Exporterwartungen: 44 Prozent der Unternehmen schraubten sie nach oben, nur sieben Prozent nach unten.

Weniger als drei Millionen Arbeitslose erwartet

Die Zahl der Arbeitslosen dürfte im kommenden Jahr im Schnitt unter die Marke von drei Millionen sinken, erwartet der DIHK. Das wäre das erste Mal seit 1992. Die deutsche Wirtschaft profitiere davon, dass die Investitionstätigkeit in Gang komme und dank der guten Lage am Arbeitsmarkt auch der private Konsum an Fahrt gewinne. Im Ausland seien dagegen Risiken erkennbar, sagte Wansleben: „Der Industrie macht Sorge, dass die Konjunktur in den Vereinigten Staaten, in Japan und in Teilen Europas bisher kaum in Gang gekommen ist.“

Auch die Bundesregierung hebt offenbar ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum kräftig an. Sie erwartet im laufenden Jahr ein Plus von 3,4 Prozent. Das geht aus der neuen Konjunkturprognose hervor, wie die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch in Berlin erfuhr. Im Frühjahr war der Bund von nur 1,4 Prozent ausgegangen.

Für 2011 wird die Schätzung von 1,6 auf 1,8 Prozent angehoben. Damit bleibt die schwarz-gelbe Koalition für beide Jahre etwas zurückhaltender als die führenden Forschungsinstitute. Sie hatten kürzlich für 2010 ein Wachstum von 3,5 Prozent und für 2011 von 2,0 Prozent vorausgesagt.

Offiziell wird die Prognose am Donnerstag von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) vorgelegt. Sie ist Grundlage für die nächste Steuerschätzung Anfang November und die Haushaltsplanungen.

Quelle: FAZ.NET mit Reuters, dpa-AFX
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Von Susanne Preuß

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