Home
http://www.faz.net/-gqf-79big
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

DIHK-Umfrage Stimmung in den Unternehmen wird pessimistischer

 ·  Weil die wirtschaftliche Erholung in Europa nicht in die Gänge kommt und die Exporte schlechter laufen als geplant, senken zahlreiche Unternehmen ihre Erwartungen für dieses Jahr. „Der Aufschwung ist verschoben“, sagt DIHK-Geschäftsführer Wansleben.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (6)

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum wegen der Schuldenkrise mehr als halbiert. Das Bruttoinlandsprodukt werde voraussichtlich nur um 0,3 Prozent wachsen, teilte der DIHK am Donnerstag zu seiner Umfrage unter rund 24.000 Unternehmen mit. Bislang waren 0,7 Prozent erwartet worden.

„Der Aufschwung in Deutschland ist vorerst verschoben“, sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. „Die Unternehmen schätzen ihre Lage deutlich schlechter ein als zu Beginn des Jahres.“ 2014 dürfte das Wachstum bei mehr als einem Prozent liegen.

Ein Grund für die aktuelle Flaute sei, dass die wirtschaftliche Stabilisierung in Europa langsamer als erhofft verlaufe. Mit der Eurozone steckt der wichtigste deutsche Exportkunde in der längsten Rezession seiner Geschichte. Die Exporte drohen deshalb als Konjunkturstütze weiter auszufallen. Zwar rechnen 30 Prozent der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit einem wachsenden Auslandsgeschäft - fast jedes achte Unternehmen befürchtet aber Rückgänge. „In den nächsten Monaten dürften sich die Ausfuhren damit wenig dynamisch entwickeln“, befürchtet der DIHK.

41 Prozent der exportierenden Firmen geben die Auslandsnachfrage als Hauptrisiko für ihre Geschäftsentwicklung an. „Die Verunsicherung war zuletzt zu Jahresbeginn 2010 ähnlich hoch“, so der DIHK.

  Weitersagen Kommentieren (3) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
Weitere Nachrichten RWE verhandelt mit Ukraine über Gaslieferungen

Der DIHK sieht bessere Wachstumsaussichten für die Eurozone, Glencore verkauft eine Kupfermine in Peru für 5,85 Milliarden Dollar. Mehr

14.04.2014, 07:23 Uhr | Wirtschaft
Neue Studie Unternehmen tun zu wenig für Eltern

Sogar Arbeitgebervertreter fordern neuerdings familienfreundlichere Arbeitszeiten. Doch in den Betrieben angekommen scheint die Nachricht nicht: Nur die wenigsten Mitarbeiter empfinden ihr Unternehmen als familienfreundlich. Mehr

07.04.2014, 15:34 Uhr | Beruf-Chance
Geldpolitik Draghi will weiteren Euro-Anstieg bekämpfen

Der EZB-Chef will die europäische Währung nicht noch teurer werden lassen. Sollte sie weiter aufwerten, würde die Notenbank Gegenmaßnahmen treffen. Mehr

13.04.2014, 07:05 Uhr | Wirtschaft

23.05.2013, 11:13 Uhr

Weitersagen
 

Der neue Kampf um die 35 Stunden

Von Ralph Bollmann

Väter sollen künftig weniger arbeiten, aber Mütter sollen mehr arbeiten: In Deutschland wird über die Familienarbeitszeit debattiert. Ein neuer Verteilungskampf hat begonnen. Mehr 28 8


Die Börse
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --