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DIHK-Umfrage : Stimmung in den Unternehmen wird pessimistischer

  • Aktualisiert am

Fast jedes achte Unternehmen befürchtet Rückgänge im Auslandsgeschäft Bild: dpa

Weil die wirtschaftliche Erholung in Europa nicht in die Gänge kommt und die Exporte schlechter laufen als geplant, senken zahlreiche Unternehmen ihre Erwartungen für dieses Jahr. „Der Aufschwung ist verschoben“, sagt DIHK-Geschäftsführer Wansleben.

          Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum wegen der Schuldenkrise mehr als halbiert. Das Bruttoinlandsprodukt werde voraussichtlich nur um 0,3 Prozent wachsen, teilte der DIHK am Donnerstag zu seiner Umfrage unter rund 24.000 Unternehmen mit. Bislang waren 0,7 Prozent erwartet worden.

          „Der Aufschwung in Deutschland ist vorerst verschoben“, sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. „Die Unternehmen schätzen ihre Lage deutlich schlechter ein als zu Beginn des Jahres.“ 2014 dürfte das Wachstum bei mehr als einem Prozent liegen.

          Ein Grund für die aktuelle Flaute sei, dass die wirtschaftliche Stabilisierung in Europa langsamer als erhofft verlaufe. Mit der Eurozone steckt der wichtigste deutsche Exportkunde in der längsten Rezession seiner Geschichte. Die Exporte drohen deshalb als Konjunkturstütze weiter auszufallen. Zwar rechnen 30 Prozent der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit einem wachsenden Auslandsgeschäft - fast jedes achte Unternehmen befürchtet aber Rückgänge. „In den nächsten Monaten dürften sich die Ausfuhren damit wenig dynamisch entwickeln“, befürchtet der DIHK.

          41 Prozent der exportierenden Firmen geben die Auslandsnachfrage als Hauptrisiko für ihre Geschäftsentwicklung an. „Die Verunsicherung war zuletzt zu Jahresbeginn 2010 ähnlich hoch“, so der DIHK.

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