17.02.2010 · Die deutsche Wirtschaft blickt inzwischen optimistischer in das Jahr 2010 als noch zu Jahresende. Die zehn wichtigsten Branchen erwarteten bessere Geschäfte. Bei der Beschäftigung könne „erste Entwarnung“ gegeben werden.
Der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHK) hat seine Wachstumsprognose angesichts besserer Geschäftsaussichten der Unternehmen erhöht. „Wir halten für 2010 inzwischen ein Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent für realistisch“, sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Mittwoch bei Vorstellung der Umfrage unter mehr als 25.000 Unternehmen. Bisher hatte der Verband ein Plus von zwei Prozent erwartet. Er ist damit deutlich optimistischer als die Bundesregierung, die von 1,4 Prozent ausgeht.
Erstmals seit Krisenbeginn seien mehr Firmen optimistisch als pessimistisch, sagte Wansleben zum Ergebnis der Befragung. „Wir erleben derzeit den raschesten Zuwachs bei den Geschäftserwartungen seit 30 Jahren.“ Der DIHK rechnet deshalb nur mit durchschnittlich 3,6 Millionen Arbeitslosen in diesem Jahr. Bislang hatte er 3,9 Millionen erwartet.
Die traditionelle DIHK-Umfrage zu Jahresbeginn wies sowohl in der Beurteilung der Geschäftslage als auch bei den Erwartungen für die nahe Zukunft weitere Verbesserungen aus. 76 (Herbst: 70) Prozent der Firmen beurteilten ihre Lage als gut oder befriedigend. Ihre Geschäftserwartungen nannten 79 (76) Prozent der Befragten gut oder befriedigend. „Zu Jahresbeginn hat sich die Erholung der Wirtschaft beschleunigt fortgesetzt“, folgerte der DIHK.
„Erste Entwarnung“ bei der Beschäftigung
Bei der Beschäftigung könne „erste Entwarnung“ gegeben werden. Es bestehe die berechtigte Hoffnung, dass bereits in diesem Jahr die positive Trendwende geschafft werde. 79 (75) Prozent der Firmen planten eine gleichbleibende oder steigende Beschäftigung.
Die Unternehmen setzen ihre Hoffnungen auf den Export: 37 Prozent rechnen hier mit einer Verbesserung, im Herbst waren es lediglich 29 Prozent. Die Hälfte der Firmen rechnet mit einer stabilen Entwicklung des Auslandsgeschäfts.
Allerdings sehen die Firmen noch viele Risiken. Die Finanzkrise sei noch nicht ausgestanden und auch die Gefahr einer verbreiteten Kreditklemme nicht gebannt. Mehr als ein Viertel der Firmen fürchteten Finanzierungsprobleme. Die Industrie habe die Krise längst noch nicht verdaut.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |