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Deutschlands Konjunktur Einzelhandel mit stärkstem Umsatzeinbruch seit fast 4 Jahren

 ·  Zweieinhalb Prozent haben die deutschen Einzelhändler im Oktober weniger umgesetzt als im September. Als ein Grund gilt das milde Wetter: Dadurch kaufen weniger Menschen die neue Wintermode.

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Die Einzelhändler haben vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft einen überraschenden Rückschlag erlitten. Ihr Umsatz brach im Oktober so stark ein wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Er fiel um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Preisbereinigt (real) fiel das Minus mit 2,8 Prozent noch größer aus. „Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt im Januar 2009“, sagte ein Statistiker. Ökonomen hatten lediglich mit einem realen Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet.

Die Branche rechnet trotzdem mit einem Rekordumsatz im Weihnachtsgeschäft. „Die Chancen dafür sind gut“, sagte Kai Falk vom Branchenverband HDE. „Ein einzelnes Monatsergebnis sollte nicht überbewertet werden.“

Hoffnung auf Weihnachtsgeschäft

Von Januar bis Oktober zusammengerechnet lag das Umsatzplus mit 2,2 Prozent noch über der HDE-Prognose für das Gesamtjahr von 1,5 Prozent. „Der Konsum ist sehr stabil, auch wenn es kein Konsumboom ist“, sagte Falk. Das Weihnachtsgeschäft werde für einen Rekordumsatz von 80,4 Milliarden Euro sorgen. Das wären 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Auch die GfK-Konsumforscher rechnen mit einem versöhnlichen Jahresabschluss. „Die Rahmenbedingungen sind günstig“, sagte ihr Experte Rolf Bürkl. „Der Arbeitsmarkt ist robust, die Inflation fällt, die Einkommen steigen.“ Nach Prognose der GfK werden die Deutschen im Schnitt 285 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben - neun Prozent mehr als 2011. Hohe Benzinpreise und die für 2013 angekündigten Strompreiserhöhungen verhinderten ein besseres Ergebnis.

Mildes Wetter belastet Wintermode-Verkauf

Den Rückschlag im Oktober erklärten sowohl der HDE als auch die GfK mit dem lange Zeit milden Wetter, der nicht gerade zum Kauf von Herbst- und Wintermode angeregt habe. Der Umsatz mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren fiel deshalb besonders deutlich: Er blieb um 2,5 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats.

Dagegen zogen die Umsätze im Internet- und Versandhandel um 2,7 Prozent an, im Lebensmittelhandel sogar um 3,7 Prozent und in Supermärkten und Warenhäusern um 3,8 Prozent.

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