http://www.faz.net/-gqe-90i7e

Industrie und Bau : Deutsche Unternehmen produzieren weniger

  • Aktualisiert am

Produktion in Hessen: Hier werden Glasscheiben hergestellt. Bild: dpa

Das kommt überraschend: Die deutsche Industrie hat im Juni ihre Produktion um 1,1 Prozent verringert. In der Tendenz sieht das Wirtschaftsministerium die Entwicklung aber anders.

          Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Juni nach zuvor fünf Anstiegen in Folge erstmals wieder gedrosselt. Industrie, Baubranche und Energieversorger stellten zusammen 1,1 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Ökonomen hatten dagegen mit einem Wachstum von 0,2 Prozent gerechnet, nachdem die Fertigung im Mai noch um kräftige 1,2 Prozent zugelegt hatte.

          Trotz des unerwarteten Rückschlags zog die Produktion im gesamten zweiten Quartal um 1,8 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres an. „Die Auftragseingänge sowie die Indikatoren für das Geschäftsklima deuten darauf hin, dass die aufwärtsgerichtete Tendenz bei der industriellen Erzeugung weiter anhält“, betonte das Ministerium.

          Die Industriebetriebe allein fuhren ihre Produktion im Juni um 1,4 Prozent nach unten. Sowohl die Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen als auch die Konsum- und Vorleistungsgüterproduzenten wiesen ein Minus aus. Die Energieerzeuger steigerten ihre Leistung dagegen um 1,4 Prozent. Das Baugewerbe meldete ein Minus von 1,0 Prozent.

          Quelle: hade./Reuters

          Weitere Themen

          Peenemünde: Wo jeder Zweite AfD wählt Video-Seite öffnen

          Wahlkampf in Merkels Wahlkreis : Peenemünde: Wo jeder Zweite AfD wählt

          Die Ostsee-Gemeinde Peenemünde lebt vom Tourismus und hat keinen einzigen Flüchtling aufgenommen. Dennoch kam die AfD hier bei der Landtagswahl 2016 auf 50 Prozent der Stimmen. In der Ortschaft auf Usedom tritt der AfD-Politiker Leif Erik Holm bei der Bundestagswahl im Wahlkreis von Angela Merkel gegen die Bundeskanzlerin an.

          Topmeldungen

          Trumps UN-Rede : Feurige Worte und tödliche Missverständnisse

          Donald Trump hebt die Bedeutung „souveräner Nationalstaaten“ hervor und teilt gegen Nordkorea aus. UN-Generalsekretär Guterres mahnt zur Einigkeit – mit einem Seitenhieb gegen den amerikanischen Präsidenten.
          Polizisten beobachten das Geschehen auf der Wiesn. Auch auf dem diesjährigen Oktoberfest kam es bereits zu sexuellen Übergriffen.

          Anstieg von Sexualstraftaten : Warnungen eines Wahlkämpfers

          Bayerns Innenminister Herrmann rühmt sich mit der hohen Sicherheit in seinem Bundesland. Die Zunahme der Sexualstraftaten – sowohl durch Deutsche als auch Ausländer – ist jedoch alarmierend.

          Schwache Zahlen : Die unsichere Ernte der Grünen

          Vor vier Jahren lehnten die Grünen eine Koalition mit der Union ab. Nun würden sie gerne, doch es sieht schlecht aus. Die aktuellen Prognosen sprechen gegen Jamaika.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.