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Deutsche Ausfuhr Der Exportmotor läuft langsam wieder an

08.01.2010 ·  Die Ausfuhr von Waren „Made in Germany“ zeigt nach dem tiefen Absturz in der Wirtschaftskrise erste Zeichen einer Erholung. Gleichwohl bleibt der Außenhandelsverband vorsichtig: „Mit einer raschen Rückkehr auf das Niveau vor der Krise ist nicht zu rechnen“, sagte Verbandspräsident Börner.

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Die Ausfuhr von Waren „Made in Germany“ zeigt nach dem tiefen Absturz in der Wirtschaftskrise erste Zeichen einer Erholung. Im November wurden Waren im Wert von 73,7 Milliarden Euro exportiert, das waren 3,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

In den ersten zehn Monaten 2009 hatte es dagegen stets zweistellige Rückgänge gegeben, zum Teil sogar um mehr als 20 Prozent. Die Novemberzahlen sind aber auch dadurch beeinflusst, dass bereits im November 2008 ein Rückgang von 12,9 Prozent verbucht worden war.

„Mit einer raschen Rückkehr auf das Niveau vor der Krise ist nicht zu rechnen“, sagte der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner. „Trotz erster Erholungszeichen im Außenhandel werden die
Folgen der Finanzkrise auch das neue Jahr maßgeblich bestimmen.“ In den Zahlen spiegele sich vor allem die Entwicklung außerhalb der EU wider, erklärte der Verband. So profitiere Deutschland derzeit von der wirtschaftlichen Belebung in den Schwellenländern in Asien.

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Einfuhr weiter unter dem Vorjahresmonat

Die deutsche Einfuhr lag im November weiterhin 14,8 Prozent unter dem Vorjahresmonat und betrug 56,3 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im November mit einem Überschuss von 17,4 Milliarden Euro ab. Dies sind 7,4 Milliarden Euro mehr als im November 2008 und bedeutet einen Höchstwert seit Juni 2008, also bevor die Krise die Wirtschaft erfasste.

Die Commerzbank wertete den hohen Außenbeitrag als Indiz für eine ordentliche Wachstumsrate des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vierten Quartal. Sie ging in einer Kurzstudie davon aus, dass das BIP im vierten Quartal erneut um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen sei. Die BIP-Zahlen für 2009 will das Bundesamt kommende Woche Mittwoch veröffentlichen.

Die Leistungsbilanz - die neben der Außenhandelsbilanz zusätzlich unter anderem auch Dienstleistungen umfasst - wies nach ersten Berechnungen der Deutschen Bundesbank einen Überschuss von 18,1 Milliarden Euro aus. Im Vorjahresmonat war ein Überschuss von 9,4 Milliarden Euro erzielt worden.

Der Export in Länder außerhalb der EU nahm im November um 2,9 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro zu. In die Länder des Euro-Raums wurden mit 30,4 Milliarden Euro dagegen 4,4 Prozent weniger Waren geliefert. Bei den EU-Ländern, die den Euro nicht eingeführt haben, gab es ein Minus um 11,2 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro.

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