Home
http://www.faz.net/-gqf-754ls
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Bundesbank Deutsche Wirtschaft schrumpft im Winter

Das Winterhalbjahr wird ungemütlich für die deutsche Wirtschaft: Aus Sicht der Bundesbank wird sie schrumpfen. Doch anders als der Euroraum wird Deutschland nicht in die Rezession abrutschen, sondern die Talsohle schon im Frühjahr wieder verlassen.

© dapd Vergrößern Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind eher trübe derzeit

Trübe Aussichten für die deutsche Wirtschaft: Im Winterhalbjahr 2012/2013 deutet sich ein Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität an, wie die Deutsche Bundesbank in ihrem am Montag in Frankfurt vorgelegten Monatsbericht prognostiziert. Die Konjunktur stocke wegen der Rezession im Euroraum und der Verlangsamung der globalen Konjunkturentwicklung: Europas größte Volkswirtschaft hat vorerst als Wachstumsmotor im Euroraum ausgedient.

In Konjunkturpessimismus verfallen die Notenbanker aber nicht. Sie erwarten, dass die Talsohle schon bald durchschritten sein wird: „Es gibt ... die begründete Aussicht, dass die wirtschaftliche Schwächephase nicht allzu lange anhalten wird und Deutschland bald wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrt.“ Nach einem realen Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,7 Prozent 2012 rechnen die Notenbanker für 2013 mit einer Rate von 0,4 Prozent.

Mehr zum Thema

Die aktuelle Schwäche gehe hauptsächlich von der Industrie aus, urteilte die Bundesbank. Vor allem die Hersteller von Investitionsgütern hätten ihre Produktion zuletzt erheblich gedrosselt, weil die Kunden im In- und Ausland beim Kauf neuer Maschinen extrem zurückhaltend seien. Positiv stimme, dass die Exporterwartungen wieder gestiegen seien.

Bei der Hoffnung auf einen Aufschwung in Deutschland setzt die Bundesbank darauf, dass die Weltwirtschaft wieder Fahrt aufnimmt und der Reformprozess im Euroraum voranschreitet. Zudem müssten größere negative Überraschungen ausbleiben. Insgesamt sieht die Notenbank noch erhebliche Abwärtsrisiken. Da die deutsche Wirtschaft aber eine gute Grundkonstitution besitze, werde sie die Schwächephase ohne größere Schäden insbesondere am Arbeitsmarkt überstehen.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Tabakwaren Raucher bringen Fiskus mehr Steuern ein

Zwar werden in Deutschland immer weniger Zigaretten versteuert, der Fiskus freut sich dennoch über steigende Steuereinnahmen. Mehr

20.10.2014, 11:35 Uhr | Wirtschaft
Konjunkturforscher kritisieren Politik

Führende Konjunkturforscher machen die große Koalition mitverantwortlich für den Abschwung in Deutschland. Sie kritisieren in ihrem Herbstgutachten gesetzliche Regelungen - schlecht für die Konjunktur heißt es. Sie habe sich abgekühlt. Mehr

09.10.2014, 17:23 Uhr | Wirtschaft
Bankenaufsicht und Preisstabilität Kann die EZB ihre Aufgaben sauber trennen?

In Kürze übernimmt die Europäische Zentralbank die Aufsicht über die 120 wichtigsten Banken im Euroraum. Ihr eigentliches Ziel ist die Preisstabilität. Kann sie beides trennen? Zweifler erhalten nun neue Nahrung. Mehr Von Philip Plickert

22.10.2014, 20:31 Uhr | Wirtschaft
Streit um Geldpolitik Draghi gegen Weidmann

Die negativen Stimmen zu EZB-Chef Mario Draghi werden immer lauter. Auch der Chef der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann übt Kritik. Mehr

24.10.2014, 12:53 Uhr | Wirtschaft
EZB-Präsident Draghis deutsches Dilemma

Das Verhältnis zwischen EZB-Präsident Draghi und Bundesbank-Präsident Weidmann ist zerrüttet. Und auch das Verhältnis zu Berlin hat sich spürbar abgekühlt. Noch schweigt Merkel. Mehr

24.10.2014, 12:10 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 17.12.2012, 13:03 Uhr

Indonesiens unerfahrener Hoffnungsträger

Von Christoph Hein, Singapur

Gerade wurde Indonesiens neuer Präsident Joko Widodo eingeschworen. Die Erwartungen an ihn sind riesig. Aber ist er seinem Amt gewachsen? Mehr 1


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wie wichtig ist die Raumfahrt für Deutschland?

Dass die Raumfahrernation Amerika viel in die Erforschung des Weltraums investiert, ist keine Überraschung. Aber selbst in Italien, Japan und Frankreich hat die Raumfahrt einen höheren Stellenwert als hierzulande. Mehr 4

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden