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BIP Konsum und Außenhandel bremsen Wirtschaftswachstum

23.08.2005 ·  Der schwache Konsum und der Außenhandel haben das deutsche Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal gebremst. Der Lageraufbau bei den Firmen hat im Frühjahr jedoch ein Schrumpfen der Wirtschaft verhindert.

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Vor allem der Lageraufbau bei den Firmen hat im Frühjahr ein Schrumpfen der Wirtschaft in Deutschland verhindert. Der private Konsum kam noch immer nicht in Gang.

Ohne den bremsenden Effekt des Außenhandels hätte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um rund 0,3 Prozent zugenommen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Ein positiver Wachstumsimpuls kam im zweiten Quartal 2005 gegenüber dem Vorquartal von der inländischen Verwendung, hieß es weiter. Den wichtigsten Beitrag zum Wachstum leistete der Lageraufbau.

Mehr Im- als Exporte

Der private Konsum lag im zweiten Quartal um 0,3 Prozent unter dem Niveau des ersten Quartals. Die als Indiz für die weitere Wirtschaftsentwicklung geltenden Ausrüstungsinvestitionen verbuchten ein Plus von 0,6 Prozent und trugen damit zum Anstieg der gesamten inländischen Verwendung von 0,3 Prozent bei.

Entgegen den Erwartungen schrumpften die Bauinvestitionen um 0,2 Prozent. Die Exporte legten zwar um 1,2 Prozent zu, aber die Importe wuchsen mit plus 2,3 Prozent noch kräftiger. Die deutsche Defizitquote betrug im ersten Halbjahr nach Angaben der Statistiker 3,6 Prozent.

Frühjahrsmüdigkeit überwunden

Unter Experten gilt es als sehr wahrscheinlich, daß die deutsche Wirtschaft ihre Frühjahrsmüdigkeit überwunden hat und wieder auf Wachstumskurs ist. Bereits im dritten Quartal rechnen viele Volkswirte mit einem BIP-Anstieg von rund 0,5 Prozent.

Zu Jahresanfang war die deutsche Wirtschaft dank eines Schubs vom Außenhandel um 0,8 Prozent gewachsen. Im Gesamtjahr dürfte die Wirtschaft den Prognosen zufolge kaum über ein Wachstum von einem Prozent hinauskommen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von DPA und Reuters
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