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Automobile Dramatischer Absatzeinbruch in Amerika

04.02.2009 ·  Die Autohersteller geraten immer tiefer in die Krise. In den Vereinigten Staaten ist der Absatz im Januar auf den tiefsten Stand seit fast 30 Jahren gefallen. Das trifft auch die deutschen Konzerne.

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Die seit Monaten anhaltende Talfahrt der Autobranche auf dem weltgrößten Absatzmarkt Amerika geht ungebremst weiter. Amerikanische, japanische und deutsche Autobauer meldeten für Januar erneut dramatische Einbrüche bei den Verkaufszahlen, die auf den tiefsten Stand seit fast 30 Jahren fielen.

Die strauchelnden Autobauer Chrysler und General Motors traf es mit einem Absatzrückgang von 55 Prozent beziehungsweise 49 Prozent am schlimmsten. Der zweitgrößte amerikanischen Hersteller Ford verkaufte nach bereinigten Zahlen 40 Prozent weniger Fahrzeuge.

Toyota ist ebenfalls betroffen

Auch der lange erfolgsverwöhnte Autobauer Toyota Motor erlitt nach Angaben vom Dienstag mit 34 Prozent einen herben Absatzrückgang. Bei seinem japanischen Konkurrenten Nissan belief sich das Minus auf etwa 30 Prozent.

Die Autobauer befinden sich in einer schweren Krise, die sich mit dem weltweiten Abschwung im Zuge der Konjunkturflaute verschärft hat. Im vergangenen Jahr sank der Autoabsatz in den Vereinigten Staaten um 18 Prozent auf 13,2 Millionen Fahrzeuge. Für das laufende Jahr rechnen Experten trotz Anreizen der Händler mit nur 10,5 Millionen verkauften Autos. Das wäre der niedrigste Absatz seit 1982.

Die deutschen Hersteller verzeichneten im Januar ebenfalls deutliche Absatzrückgänge. Die Verkaufszahlen gingen bei VW nach unbereinigten Zahlen um fast zwölf Prozent und bei Daimler um 35 Prozent zurück.

Porsche verkaufte in den Vereinigten Staaten und Kanada insgesamt 36 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor. Die VW-Tochter Audi setzte 26,4 Prozent weniger Autos ab als ein Jahr zuvor. Bei BMW gingen die Verkaufszahlen insgesamt (BMW und Mini) um 15,5 Prozent zurück. Bei der Marke BMW belief sich das Absatzminus auf ebenfalls 15,5 Prozent.

Absatzeinbruch auch in Südeuropa

In Spanien und in Italien ist der Autoabsatz zum Jahresauftakt stark eingebrochen. Verglichen mit dem Vorjahr wurden in Spanien im Januar gut ein Fünftel weniger neue Fahrzeuge verkauft, teilte der nationale Branchenverband Anfac am Montag mit. Insgesamt wurden knapp 60.000 Autos ausgeliefert, 12.000 weniger als im Dezember.

In Italien sank der Absatz um 33 Prozent auf 157.000 Autos. Allein Fiat verkaufte mit seinen drei Marken 31 Prozent weniger Fahrzeuge. Angesichts der ernüchternden Zahlen strebt Ministerpräsident Silvio Berlusconi rasche Staatshilfen für die Branche an.

Schlechte Zeiten auch in Japan und Südkorea

Auch in Frankreich hielten sich die Autokäufer zurück; hier fiel das Minus aber mit 7,9 Prozent geringer aus. Besonders unbeliebt waren einheimische Marken, bei denen der Absatz nach Angaben der Branchenvereinigung CCFA um 14,8 Prozent sank. PSA Peugeot Citroen und Renault kommen nun nur noch auf einen Marktanteil von 50 Prozent. Japan und Südkorea meldeten ebenfalls hohe Absatzeinbußen. In Japan wurden rund ein Fünftel weniger Neuwagen verkauft, in Südkorea waren es ein Drittel weniger.

Der deutsche Pkw-Markt schrumpfte im Januar ebenfalls kräftig. Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland gingen im Januar um 14 Prozent auf 189.400 Einheiten zurück. Das hatte der Verband der Importeure VDIK am Dienstag gemeldet. Laut dem Verband der Automobilindiustrie (VDA) gibt es aber neue Hoffnung: Durch die Abwrackprämie und die Kfz-Steuerreform zeichne sich in Deutschland seit der letzten Januarwoche eine spürbare Trendumkehr ab, so der Verband. Die Aufträge der deutschen Hersteller legten demnach in einer Größenordnung von 16 Prozent im Jahresvergleich zu. Schlechte Zahlen meldete der VDA jedoch aus dem Bereich Export (siehe dazu auch: Der deutsche Pkw-Export bricht ein).

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