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Außenwirtschaft Deutschland gewinnt Marktanteile

18.12.2006 ·  Im Gegensatz zu anderen großen Industriestaaten hat Deutschland seit Mitte der neunziger Jahre Anteile am Weltmarkt gewonnen und sich trotz der asiatischen Konkurrenz gut gehalten.

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Im Gegensatz zu anderen großen Industriestaaten hat Deutschland seit Mitte der neunziger Jahre Anteile am Weltmarkt gewonnen und sich trotz der asiatischen Konkurrenz gut gehalten. Zu diesem Schluß kommen die Ökonomen der Bundesbank in einer Analyse der deutschen Wirtschaft in der Globalisierung im Monatsbericht für Dezember. Danach hat Deutschland seit 1995 den vorherigen Trend eines sinkenden Weltmarktanteils umgekehrt. Die Vereinigten Staaten, Japan, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Italien haben demgegenüber seit 1990 Marktanteile verloren.

China erreichte nach der Untersuchung im Jahr 2005 ungefähr denselben Anteil am Weltmarkt wie Deutschland. Auch die anderen asiatischen Länder gewannen Marktanteile hinzu, heißt es. Den deutschen Unternehmen kam nach der Analyse dabei zugute, daß die neuen Wettbewerber Güter anböten, die nicht im direkten Wettbewerb mit deutschen Produkten stünden, sondern diese ergänzten. Überdies hätten sich die deutschen Unternehmen durch Direktinvestitionen die Kostenvorteile ausländischer Standorte zunutze gemacht, um ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Nach der Analyse haben die hiesigen Unternehmen im vergangenen Jahrzehnt nicht nur ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit - unter anderem als Folge der Lohnzurückhaltung - verbessert. Zugleich profitierten sie von der guten Stellung auf den Märkten in Mittel- und Osteuropa. Dennoch hätten die Dominanz des Handels in die anderen EU-Staaten und die unterdurchschnittliche Präsenz auf den schnell wachsenden Märkten Asiens die hiesige Exportentwicklung insgesamt gebremst, heißt es. Die sektorale Spezialisierung der deutschen Exportunternehmen auf den Fahrzeug- und Maschinenbau habe sich weitgehend neutral auf die Exportentwicklung ausgewirkt.

Quelle: pwe. / F.A.Z., 19.12.2006, Nr. 295 / Seite 12
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