08.05.2005 · Ausländische Unternehmen haben im Jahr 2003 rund 22 Milliarden Euro in Deutschland netto direkt investiert. Der Bestand an ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland erhöhte sich damit auf gut 306 Milliarden Euro.
Ausländische Unternehmen haben im Jahr 2003 rund 22 Milliarden Euro in Deutschland netto direkt investiert. Der Bestand an ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland erhöhte sich damit auf gut 306 Milliarden Euro. In dieser Zahl sind sowohl unmittelbare Beteiligungen als auch mittelbare Beteiligungen über Holdinggesellschaften berücksichtigt. Das geht aus der neuen Direktinvestitionsstatistik der Deutschen Bundesbank hervor. Daten für das Jahr 2004 sind allerdings nicht verfügbar. Deutsche Unternehmen investierten 2003 netto 2 Milliarden Euro im Ausland. Der Bestand deutscher Direktinvestitionen im Ausland blieb mit 666 Milliarden Euro nahezu unverändert.
Der Großteil der neuen ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland im vergangenen Jahr kam aus anderen Ländern der Europäischen Union. Die dortigen Unternehmen stockten ihre Investitionen hierzulande um rund 20 Milliarden auf 213 Milliarden Euro auf.
Unternehmen aus den Vereinigten Staaten verringerten dagegen ihre Direktinvestitionen um rund 4 Milliarden auf 42 Milliarden Euro. Die Bundesbank stellt fest, daß insgesamt das ausländische Beteiligungskapital deutlich zulegte, während die Kredite der Kapitalgeber zurückgingen. Womöglich zeige sich darin die steuerliche Einschränkung der Berücksichtigung von Fremdkapitalzinsen bei der Ermittlung des zu versteuernden Gewinns.
Die Veränderung deutscher Investitionen im Ausland im Jahr 2003 ist durch die kräftige Aufwertung des Euro unterzeichnet. Deutlich wird dies am Beispiel der Vereinigten Staaten. Die Bundesbank weist für das Jahr 2003 einen Rückgang der deutschen Direktinvestitionen in den Vereinigten Staaten von 248,5 auf 224 Milliarden Euro aus.
Berücksichtigt man die Aufwertung des Euro, zeigt sich dagegen, daß die deutschen Unternehmen Amerika als Investitionsstandort immer noch schätzen und ihre dortigen Direktinvestitionen um rund 6 Prozent aufstockten. Neben den Vereinigten Staaten investierten hiesige Unternehmen vor allem in den Staaten der Europäischen Währungsunion. Der Bestand deutscher Direktinvestitionen in diesen Ländern wuchs im Jahr 2003 um 19 Milliarden auf 224 Milliarden Euro und lag um 46 Milliarden Euro höher als im Jahr 2000.
Von den gesamten deutschen Direktinvestitionen im Ausland entfielen 2003 jeweils 33,6 Prozent auf die Vereinigten Staaten und auf die anderen Euro-Staaten, 11,6 Prozent auf die sonstigen Staaten der alten Europäischen Union und 5,1 Prozent auf die zehn neuen EU-Staaten. Auf Entwicklungsländer entfielen 6,8 Prozent, auf China 1,1 Prozent.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.397,65 | +1,52% |
| Dow Jones | 12.583,60 | +1,03% |
| EUR/USD | 1,2543 | +0,01% |
| Rohöl Brent Crude | 107,69 $ | +0,40% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
Anonym bewerben? Ist das gut?