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Samstag, 11. Februar 2012
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Außenhandel Unerwarteter Rückschlag für deutsche Exporteure

10.03.2010 ·  Die deutschen Ausfuhren sanken im Januar so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Sie schrumpften um 6,3 Prozent im Vergleich zum Dezember - Analysten waren von einem Plus ausgegangen. Die chinesischen Exporte hingegen stiegen überraschend stark.

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Unerwarteter Rückschlag für die deutschen Exporteure: Die Ausfuhren sanken im Januar so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Sie schrumpften um 6,3 Prozent im Vergleich zum Dezember, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das war der größte Rückgang seit Januar 2009 mit 7,2 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem kalender- und saisonbereinigten Plus von 0,8 Prozent gerechnet.

Die Importe nahmen dagegen mit 6,0 Prozent so stark zu wie seit Juli 2008 nicht mehr. Ein Grund dafür sind höhere Ölpreise. Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 63,9 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren 0,2 Prozent mehr als im Januar 2009. Während die Ausfuhren in die EU-Länder, dem mit Abstand größten deutschen Exportmarkt, um 1,1 Prozent zurückgingen, legten sie in die übrigen Staaten um 2,5 Prozent zu. Die Einfuhren sanken binnen Jahresfrist um 1,4 Prozent auf 56,0 Milliarden Euro.

Im Krisenjahr 2009 hatten die erfolgsverwöhnten Exporteure den schwersten Rückschlag seit Gründung der Bundesrepublik erlitten. Der Umsatz brach um 18,4 Prozent auf 803,2 Milliarden Euro ein. In diesem Jahr rechnet der Branchenverband BGA mit einem Umsatzplus von bis zu zehn Prozent, weil sich der Welthandel wegen niedriger Zinsen und riesiger Konjunkturprogramme wieder gefangen hat. Das vor der Krise erreichte Niveau werde aber nicht vor 2012 wieder erreicht.

China hingegen hat seine Exporte im Februar überraschend stark gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Ausfuhren um 45,7 Prozent zu, wie aus Daten vom Mittwoch hervorgeht. Die Importe stiegen binnen Jahresfrist um 44,7 Prozent. Experten hatten mit einem Anstieg von jeweils etwas unter 40 Prozent gerechnet. Die Entwicklung unterstreicht die weitere Belebung der drittgrößten Volkswirtschaft und dürfte Argumente für eine Aufwertung der Landeswährung Yuan liefern.

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Von Holger Steltzner

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