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Arbeitsmarkt Gute Zeiten für Akademiker

23.02.2008 ·  Fast 182.000 offene, ausdrücklich für Hochschulabsolventen ausgeschriebene Stellen hat die Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr registriert. Besonders gefragt: Sozialarbeiter, IT-Fachleute und Maschinenbauer.

Von Sven Astheimer
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Die gute Konjunktur und der Fachkräftemangel haben die Chancen von Akademikern am Arbeitsmarkt deutlich verbessert. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte vergangenes Jahr im Durchschnitt fast 182.000 offene, ausdrücklich für Hochschulabsolventen ausgeschriebene Stellen. Dies waren fast 8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie aus der Statistik der Behörde hervorgeht.

Gleichzeitig wurde die Zeitspanne länger, die zwischen der Ausschreibung einer Stelle und ihrer Besetzung lag. Diese Vakanzzeit stieg im Durchschnitt für alle Berufsgruppen im Vorjahresvergleich um zwölf Tage oder knapp 27 Prozent auf 65 Tage.

Die meisten Angebote für Sozialarbeiter

Die meisten Arbeitsplatzangebote gab es für Sozialarbeiter (37.400), IT-Fachleute (30.000) und Maschinenbauer (18 000). Die größten Zuwächse verzeichneten Wirtschaftsprüfer und Steuerberater mit fast 26 Prozent auf 8400 Stellen und Ärzte (plus 24 Prozent auf 6750). Nach Aussage der zuständigen BA-Mitarbeiterin ist vor allem die Bewegung an den Krankenhäusern hoch. 80 Prozent aller neu begonnenen Beschäftigungsverhältnisse entfallen auf Kliniken.

Auch die Beschäftigungsaussichten für Geisteswissenschaftler haben sich verbessert. Während die Nachfrage in den vergangenen Jahren allenfalls stagnierte, nahm die Zahl der registrierten Stellen zuletzt um mehr als 11 Prozent zu. Jedes zweite dieser Angebote richtete sich an Pädagogen, die Nachfrage kam zumeist aus dem Bildungs- und Hochschulbereich.

Häufig über Printanzeigen gesucht

Außer über die Agenturen werden Akademiker häufig auch über Printanzeigen gesucht. Die Zahl der offenen Stellen in Zeitungen legte im vergangenen Jahr um mehr als 13 Prozent auf 177.000 zu, wie aus dem Adecco-Index hervorgeht, für den Anzeigen aus mehr als 40 Tageszeitungen ausgewertet werden. Die gefragtesten Berufe waren Betriebswirte, IT-Fachleute sowie Ingenieure verschiedener Fachrichtungen.

Auffällig ist, dass die Vakanzzeiten verschiedener Berufsgruppen weit vom Durchschnitt entfernt sind. Die Besetzung einer Stelle im Maschinenbau dauert mit 114 Tagen fast doppelt so lang, während Posten für Hochschullehrer nur 31 Tage und für Geisteswissenschaftler 32 Tage lang vakant blieben. Auch Elektroingenieure (109), Ärzte (90) und Wirtschaftsingenieure (86) waren am Arbeitsmarkt schwierig zu finden, zumal sich die Suchdauer im Vergleich zum Vorjahr deutlich verlängerte. Arbeitsmarktbeobachter werten dies als Hinweis auf einen Arbeitskräftemangel in diesen Berufen. Relativ schnell konnten dagegen auch Arbeitsplätze für Juristen, Wirtschaftsprüfer und Sozialarbeiter besetzt werden. Für alle aufgeführten Berufe nahm die Suchdauer jedoch zu.

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

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