18.08.2010 · Der wirtschaftliche Aufschwung erreicht nun auch den Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit ist im zweiten Quartal gesunken - im Vergleich zum Vorquartal stehen 72.000 Menschen mehr in Lohn und Brot. Auch die Kurzarbeit ging zurück.
Der Aufschwung kommt bei der Bevölkerung an: In Deutschland wird wieder mehr gearbeitet - und mehr eingestellt. Die Zahl der Beschäftigten ist im zweiten Quartal des Jahres deutlich angestiegen: um 72.000 Personen. Das ergaben erste Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit und des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Dieser Zuwachs ist der höchste, der in einem Frühjahrsquartal seit der Wiedervereinigung gemessen wurde. Mit nun insgesamt 40,3 Millionen Erwerbstätigen erreicht dieser Wert fast den Beschäftigungsrekord aus dem Jahr 2008, der bei 40,7 Millionen liegt.
Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 stieg die Zahl der Beschäftigten um einen Prozent. Saisonbereinigt sind das 81.000 Personen. Dass mehr Arbeitssuchende im Frühling eingestellt werden als im Winter, ist zwar normal, dennoch ist der Anstieg dieses Jahr außergewöhnlich hoch. Grund ist ein hoher Nachholbedarf, zum Beispiel auf dem Bau. Er ist durch das besonders schlechte Wetter im Winter entstanden.
Weniger Kurzarbeit und mehr Überstunden
Im Baugewerbe setzt sich ein leichter Aufwärtstrend fort. Auch bei den Dienstleistungen ist im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres ein Zuwachs von einem Prozent zu verzeichnen. Die Beschäftigung in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen entwickelte sich allerdings nicht überall positiv. Im produzierenden Gewebe sieht es immer noch schlecht aus. Im sechsten Quartal in Folge sinkt die Beschäftigung. Der Verlust ist nicht mehr so hoch wie zuvor, liegt jedoch weiterhin bei minus 2,9 Prozent. Außerdem sank die Beschäftigung in der Land- und Forstwirtschaft.
Die Beschäftigten arbeiteten mehr als im Vorjahr und leisteten mehr Überstunden. Die durchschnittliche Arbeitszeit des Quartals lag bei etwa 336 Stunden. Gleichzeitig sank die Zahl derjenigen, die in Kurzarbeit angestellt waren. Manche Ökonomen gehen davon aus, dass die Arbeitslosenzahl im Herbst unter die Marke von drei Millionen fällt.
Aufschwung bringt mehr Arbeit
Tautz von Tronje (Tautron)
- 18.08.2010, 17:45 Uhr
Kein Wunschdenken, bitte, sondern Tatsachen
Dieter Spethmann (dspeth)
- 18.08.2010, 18:03 Uhr
Arbeit alleine sagt heutzutage nicht mehr viel aus
Gerhard Schraube (GehherGerd)
- 18.08.2010, 18:12 Uhr
Unsere Auftragsbücher sind wieder so voll wie zu unseren besten Zeiten!
Rudolph E. Ratlos (RudolphRatlos)
- 18.08.2010, 18:19 Uhr
Nicht mal einen Namen wert: "Text: FAZ.NET mit Reuters"
Robert Hamacher (harohama)
- 18.08.2010, 19:17 Uhr
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