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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Arbeitslosenzahl Der Arbeitsmarkt verliert den Schwung

 ·  Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September um 117.000 auf 2,788 Millionen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank auf 6,5 Prozent. Der Arbeitsmarkt erholt sich damit schwächer als sonst zu Herbstbeginn.

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Die Konjunkturflaute zieht immer stärker auch den Arbeitsmarkt in Deutschland in Mitleidenschaft. Die Zahl der Arbeitslosen ging im September zwar um 117.000 zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Der Rückgang fiel aber geringer aus als für die im September einsetzende Herbstbelebung üblich. Insgesamt registrierte die BA 2,788 Millionen Arbeitslose. Das waren nur noch 7000 weniger als vor einem Jahr. Der Vorjahresabstand wird von Monat zu Monat geringer.

„Die schwächere wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich auf den Arbeitsmarkt aus“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. „Allerdings zeigt sich der Arbeitsmarkt insgesamt robust.“ Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen stieg die Arbeitslosenzahl im Monatsvergleich saisonbereinigt um 9000. Volkswirte hatten eine Zunahme um 10.000 erwartet. Dies ist nach den BA-Zahlen der sechste Monat mit einem saisonbereinigten Anstieg in Folge.

Im August war die Zahl der Arbeitslosen stärker als üblich um 29.000 auf 2,905 Millionen gestiegen. Von einer Trendwende wollte die Bundesagentur für Arbeit zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht sprechen. Bereits in den vergangenen Monaten hatte sich Arbeitslosigkeit schlechter entwickelt als im Jahresmuster üblich. „Ich sehe auch, dass es für Arbeitslose schwieriger geworden ist, eine Beschäftigung zu finden“, sagte Frank-Jürgen Weise.  „Bisher war der Arbeitsmarkt sehr aufnahmefähig. Das ändert sich jetzt.“

Der Abstand zum Vorjahr wird von Monat zu Monat geringer. Im Juli hatte die Zahl der Arbeitslosen bei 2,876 Millionen gelegen. Im August gab es noch 40.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr, im Juli waren es noch 63.000.

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