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Anlagen wieder ausgelastet Chemiebranche lässt Krise hinter sich

02.09.2010 ·  Die deutschen Chemieunternehmen strotzen nach einem überraschend starken zweiten Quartal wieder vor Zuversicht. Der Branchenverband hat seine Umsatzprognose von 10 auf 18 Prozent erhöht.

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In der deutschen Chemieindustrie läuft das Geschäft wieder auf vollen Touren. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat daher am Donnerstag nach einem überraschend starken zweiten Quartal die Jahresprognosen erhöht.

Die Branche erwarte nun im Gesamtjahr 2010 einen Anstieg Produktion im viertgrößten deutschen Industriezweig um rund 11Prozent und bei weiter anziehenden Preisen eine Zunahme des Umsatzes um 18 Prozent, kündigte der Verband am Donnerstag an. Bisher hatte der VCI einen Anstieg der Chemieproduktion um 8,5 Prozent und ein Umsatzzuwachs von 10 Prozent in Aussicht gestellt.

Unternehmen stellen sich auf „normales“ Wachstum ein

„Wir haben die Folgen der Wirtschaftskrise jetzt nahezu überwunden“, sagte VCI-Präsident Ulrich Lehner. Motor des Wachstums im zweiten Quartal sei die starke Nachfrage aus dem Ausland gewesen, hieß es. Auch im Inland sei das Geschäft mit industriellen Kunden gut verlaufen. Die Kapazitätsauslastung der Anlagen hat den Angaben zufolge fast wieder das für die Branche übliche Niveau erreicht. Sie liege inzwischen bei 85,6 Prozent, hieß es.

Auch für die kommenden Monate sagte der Verband weiteres Wachstum voraus, es werde aber langsamer aufwärts gehen. Die Unternehmen stellten sich nun wieder auf „normale“ Wachstumsraten ein, erklärte der Verband. „Die Geschwindigkeit, mit der die Branche wächst, hat inzwischen nachgelassen“, sagte Lehner. „Das war aber zu erwarten, da die Chemie als Lieferant von Vorprodukten für viele andere Industriezweige von einer wirtschaftlichen Erholung frühzeitig profitiert“ erläuterte der Verbandspräsident.

Wie der VCI weiter mitteilte, stieg die Chemieproduktion im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich um 14,2 Prozent, im Quartalsvergleich kam noch ein Plus von 1,5 Prozent heraus. Getragen wurde der Produktionsanstieg vor allem von organischen Grundstoffen und Spezialchemikalien.

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