http://www.faz.net/-gqe-781an
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 29.03.2013, 20:42 Uhr

Ankurbelung der Konjunktur Obama will viel Geld in Infrastruktur stecken

Amerikas Präsident Obama hat in einer Rede seine Absicht bekräftigt, durch die Sanierung von Straßen, Brücken und Flughäfen die Wirtschaft anzukurbeln. Dadurch sollen vor allem Arbeitsplätze entstehen.

© AP Vor malerischer Kulisse: Obama fordert in Miami höhere Infrastrukturausgaben für Amerika.

Der amerikanische Präsident Barack Obama hat in einer Rede seine Vorschläge bekräftigt, durch Infrastrukturausgaben den Arbeitsmarkt in Amerika zu stärken. Im Hafen von Miami sprach er davon, dass das Land dringend seine Autobahnen, Flughäfen und Brücken erneuern müsse.

„Worauf warten wir noch?”, fragte Obama. „Es gibt Arbeit zu tun und es gibt Arbeiter, die nur darauf warten, sie zu erledigen. Lasst uns beginnen, Amerika neu aufzubauen.” Es gebe kaum wichtigere Maßnahmen als Infrastrukturerneuerungen, um schnell mehr Arbeitsplätze zu schaffen und die Ökonomie langfristig zu stärken, sagte der Präsident weiter.

Viel Widerstand in der republikanischen Partei

Größere Infrastrukturinvestitionen waren schon immer ein zentraler Punkt in Obamas Wirtschaftsagenda. Er begann schon in seiner ersten Amtsperiode damit, indem er kurz nach seiner Amtsübernahme ein Konjunkturprogramm verabschiedete. Seine neuesten Vorschläge stoßen auf großen Widerstand im Capitol. Dort beteuern die republikanischen Gesetzgeber, dass sie neue öffentliche Ausgaben nicht zulassen werden, es sei denn, es gäbe an anderer Stelle Kürzungen der öffentlichen Ausgaben.

In seiner Rede in Miami wiederholte Obama seine Forderung nach einer zehn Milliarden Dollar schweren Infrastrukturbank – eine Idee, die er ebenfalls schon in seiner ersten Amtsperiode verfolgte und die im Kongress von Republikanern abgeschmettert worden war. Er schlägt außerdem vor, vier Milliarden Dollar für Verkehrssubventionen auszugeben. Zudem möchte er ausländische Investoren, die den Amerikanern Infrastrukturgüter verkaufen, von Steuern befreien.

Mehr zum Thema

Quelle: Bloomberg

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Besuch in Hannover Obama glaubt nicht mehr an TTIP-Ratifizierung in seiner Amtszeit

Amerikas Präsident ist nur noch wenige Monate im Amt. Bei seinem letzten offiziellen Besuch in Deutschland wirbt er für Realismus in Sachen Freihandelsabkommen - und in der Verteidigungspolitik. Mehr

24.04.2016, 19:43 Uhr | Politik
Besuch in London Barack Obama befeuert Brexit-Debatte

Der Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, hat bei seinem Besuch in London mit einem Zeitungsartikel für einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union geworben. Als Ihr Freund sage er den Briten, dass die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft den Einfluss Großbritanniens verstärke. Mehr

22.04.2016, 19:48 Uhr | Politik
Der Charles-Koch-Test Republikanische Unternehmer liebäugeln mit Hillary Clinton

Der wichtigste Spender der Republikaner verweigert den Kandidaten diesmal sein Geld und flirtet stattdessen mit Hillary Clinton. Die ist einigermaßen entsetzt. Mehr Von Winand von Petersdorff, Washington

25.04.2016, 07:15 Uhr | Wirtschaft
Vorwahlen in Amerika Trump will Amerika zuerst"

Amerika zuerst": Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump will im Falle seines Wahlsiegs das Eigeninteresse seines Landes in den Vordergrund rücken und die Nato-Verbündeten zu mehr Engagement drängen. Zugleich betonte Trump in einer außenpolitischen Rede die Rolle der Diplomatie. Mehr

28.04.2016, 14:44 Uhr | Politik
Außenpolitische Grundsatzrede Trump: Amerika kommt zuerst

Der umstrittene republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sein Leitmotiv für die angestrebte Amtszeit dargelegt. Deutschland kommt in der Rede nicht gut weg. Mehr

27.04.2016, 19:10 Uhr | Politik

Der Sieger heißt Cryan

Von Gerald Braunberger

Der Chefaufklärer der Deutschen Bank geht. Thoma wird „zuviel Übereifer“ vorgeworfen. Davon profitiert vor allem der Chef des Geldinstituts, John Cryan. Mehr 2


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Sozialverband für mehr Rente „Wir schaffen mehr Reichtum mit weniger Arbeit“

Gerade die Sozialverbände warnen vor Altersarmut und prangern ein stabiles Rentenniveau an. Einer ihrer Chefs erklärt, wieso das möglich sei trotz der alternden Gesellschaft. Mehr 12 4

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“