Home
http://www.faz.net/-gqf-781an
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Ankurbelung der Konjunktur Obama will viel Geld in Infrastruktur stecken

Amerikas Präsident Obama hat in einer Rede seine Absicht bekräftigt, durch die Sanierung von Straßen, Brücken und Flughäfen die Wirtschaft anzukurbeln. Dadurch sollen vor allem Arbeitsplätze entstehen.

© AP Vergrößern Vor malerischer Kulisse: Obama fordert in Miami höhere Infrastrukturausgaben für Amerika.

Der amerikanische Präsident Barack Obama hat in einer Rede seine Vorschläge bekräftigt, durch Infrastrukturausgaben den Arbeitsmarkt in Amerika zu stärken. Im Hafen von Miami sprach er davon, dass das Land dringend seine Autobahnen, Flughäfen und Brücken erneuern müsse.

„Worauf warten wir noch?”, fragte Obama. „Es gibt Arbeit zu tun und es gibt Arbeiter, die nur darauf warten, sie zu erledigen. Lasst uns beginnen, Amerika neu aufzubauen.” Es gebe kaum wichtigere Maßnahmen als Infrastrukturerneuerungen, um schnell mehr Arbeitsplätze zu schaffen und die Ökonomie langfristig zu stärken, sagte der Präsident weiter.

Viel Widerstand in der republikanischen Partei

Größere Infrastrukturinvestitionen waren schon immer ein zentraler Punkt in Obamas Wirtschaftsagenda. Er begann schon in seiner ersten Amtsperiode damit, indem er kurz nach seiner Amtsübernahme ein Konjunkturprogramm verabschiedete. Seine neuesten Vorschläge stoßen auf großen Widerstand im Capitol. Dort beteuern die republikanischen Gesetzgeber, dass sie neue öffentliche Ausgaben nicht zulassen werden, es sei denn, es gäbe an anderer Stelle Kürzungen der öffentlichen Ausgaben.

In seiner Rede in Miami wiederholte Obama seine Forderung nach einer zehn Milliarden Dollar schweren Infrastrukturbank – eine Idee, die er ebenfalls schon in seiner ersten Amtsperiode verfolgte und die im Kongress von Republikanern abgeschmettert worden war. Er schlägt außerdem vor, vier Milliarden Dollar für Verkehrssubventionen auszugeben. Zudem möchte er ausländische Investoren, die den Amerikanern Infrastrukturgüter verkaufen, von Steuern befreien.

Mehr zum Thema

Quelle: Bloomberg

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Obama und die Ukraine-Krise In zweiter Reihe

Der amerikanische Präsident Obama hofft, dass die Eskalation in der Ukraine die Europäer dazu bringt, den Ernst ihrer Lage zu begreifen. Gegenüber Putin bleibt er selbst aber zurückhaltend. Mehr

21.07.2014, 10:25 Uhr | Politik
Illegale Einwanderung Obama droht mit Abschiebung Tausender Migrantenkinder

Der amerikanische Präsident hat Guatemala, Honduras und El Salvador aufgefordert, den Zustrom von Kindermigranten in die Vereinigten Staaten zu stoppen. Er habe zwar Mitleid mit den Kindern, doch nur die wenigsten würden bleiben dürfen. Mehr

26.07.2014, 06:54 Uhr | Politik
Amerikas Überwachungssystem Ich bin stolz auf die German Angst

Nach den bekannt gewordenen Spionageaktionen muss Deutschland gegenüber Amerika stärker Flagge zeigen. Geheimdienstsolidarität kann nicht wichtiger sein als unser Rechtsempfinden. Ein Gastbeitrag. Mehr

14.07.2014, 17:32 Uhr | Feuilleton

Moskaus nächster Fehler

Von Benjamin Triebe

Als der damalige Yukos-Chef Michail Chodorkowskij vor rund zehn Jahren Wladimir Putin unangenehm wurde, nahm die russische Justiz den Ölkonzern auseinander. Bis heute setzt der Kreml die Regeln, nicht der Rechtsstaat. Mehr 1 1


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Wirtschaft in Zahlen Der Taxi-Markt konzentriert sich

Uber schreckt die Taxis auf. Die etablierten Unternehmen verteidigen ihre Pfründe – in einem Markt, der sich immer weiter konzentriert. Mehr