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Amerikanische Notenbank Leitzins bleibt auf historischem Tiefstand

28.01.2009 ·  Angesichts der Wirtschaftskrise belässt die amerikanische Notenbank Fed den Leitzins vorerst auf seinem historischen Tiefstand. Beim Blick in die Zukunft zeigten sich die Währungshüter in Washington unterdessen vorsichtig optimistisch.

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Angesichts der schweren Wirtschaftskrise belässt die amerikanische Notenbank den Leitzins vorerst auf seinem historischen Tiefstand. Die Federal Reserve betätigte am Mittwoch ihre Mitte Dezember festgelegte Zinsspanne zwischen Null und 0,25 Prozent. Aufgrund der Konjunkturlage sei „für einige Zeit“ mit einem „außergewöhnlich niedrigen“ Zinsniveau zu rechnen, teilte die Fed mit.

Beim Blick in die Zukunft zeigten sich die Währungshüter in Washington unterdessen vorsichtig optimistisch. Möglicherweise komme es gegen Ende des Jahres zu einer „schrittweisen Erholung“, jedoch gebe es im Hinblick auf diese Prognose „erhebliche Risiken“. Seit Mitte Dezember schwächte sich die Konjunktur laut Notenbank weiter ab.

Notenbank will „alle verfügbaren Instrumente“ einsetzen

Industrieproduktion, Baubeginne und der Arbeitsmarkt seien auf Talfahrt. Verbraucher und Firmen hielten sich mit Ausgaben zurück, die weltweite Nachfrage schrumpfe zudem. Haushalte und Unternehmen hätten weiterhin nur schwer Zugang zu Krediten. Allerdings habe sich die Lage auf einigen Finanzmärkten dank der staatlichen Hilfsmaßnahmen inzwischen verbessert.

Die Notenbank kündigte an, weiter „alle verfügbaren Instrumente“ einzusetzen, um für nachhaltiges Wachstum und Preisstabilität zu sorgen. Ein neues Kreditprogramm soll die Darlehensvergabe an Haushalte und kleinere Unternehmen erleichtern. Daneben setzt die Fed auf bereits laufende Kreditprogramme sowie auf den Erwerb unter anderem großer Mengen hypothekenbesicherter Wertpapiere.

Vergleichsweise günstige Prognose für amerikanischen Wirtschaft

Ziel sei, die Wirtschaft anzukurbeln, das Finanzsystem zu stabilisieren und den krisengeschüttelten amerikanischen Immobilienmarkt zu stützen. Der Internationale Währungsfonds gab am Mittwoch eine vergleichsweise günstige Prognose für die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft ab.

So erwartet der IWF, dass die größte Volkswirtschaft der Welt im kommenden Jahr um 1,6 Prozent wächst. Für alle Industriestaaten zusammengenommen sieht der Fonds derweil 2010 nur ein durchschnittliches Plus von 1,1 Prozent. Die Eurozone wird laut der Prognose im kommenden Jahr nur um 0,2 Prozent zulegen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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