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3,1 Prozent im August Inflation gedämpft, Bundesbank besorgt

27.08.2008 ·  Der Ölpreisrückgang hat den Preisauftrieb in Deutschland im August verlangsamt. Doch die Bundesbank zeigt sich weiter besorgt. Ihr Präsident Axel Weber warnte vor andauernder Inflation im Euro-Raum.

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Der deutliche Rückgang des Ölpreises hat den Preisauftrieb in Deutschland im August etwas stärker verlangsamt als erwartet. Nach vorläufigen Ergebnissen aus sechs Bundesländern betrug die Jahresinflation in Deutschland im August 3,1 Prozent, nach 3,3 Prozent im Juli. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.

In Nordrhein-Westfalen ging die Inflationsrate von 3,3 auf 2,9 Prozent zurück, in Hessen von 3,7 auf 3,4 Prozent. Heizöl wurde im Monatsvergleich um rund 10 Prozent billiger, Kraftstoff um 5 bis 7,5 Prozent. Lebensmittel wurden zum Vormonat zwischen 0,3 und 0,7 billiger, was sich vor allem mit dem saisonbedingt größeren Angebot bei Obst und Gemüse erklärt.

Ohne Heizöl und Kraftstoffe läge die Inflationsrate nur bei 2,2 bis 2,7 Prozent, erklärte das Statistische Bundesamt. Der Ölpreis hatte Mitte Juli mit 147 Dollar je Barrel (159 Liter) ein Rekordhoch erreicht, ist seither aber auf 117 Dollar gefallen.

Weber warnt vor andauernder Inflation

Ungeachtet der Verlangsamung des Preisanstiegs hat Bundesbankpräsident Axel Weber am Mittwoch in deutlichen Worten vor einer andauernd hohen Inflation im Euro-Raum gewarnt. „Wir sind nicht einmal sicher, dass die Inflation im Jahre 2010 im Durchschnitt unter 2 Prozent liegen wird“, sagte Weber, der dem Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) angehört. Die EZB strebt an, die Inflationsrate mittelfristig unter 2 Prozent zu halten. Webers Aussagen dämpften die Spekulationen auf eine baldige Senkung des Euro-Leitzinses.

Experten der Commerzbank erklärten hingegen: „Ohne einen erneuten Preisschub am Ölmarkt dürfte der Hochpunkt der Teuerung vorerst hinter uns liegen, auch wenn die Nahrungsmittelpreise weiter kräftig zulegen und der zugrundeliegende Preisauftrieb wegen des stärkeren Lohnanstiegs anziehen dürfte.“

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Von Holger Steltzner

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