Home
http://www.faz.net/-gqe-74ppl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

11,7 Prozent Rekord-Arbeitslosigkeit in der Eurozone

18,7 Millionen Menschen haben in der Eurozone keine Arbeit. Die Arbeitslosenquote ist so hoch wie noch nie. Die Inflationsrate im Euroraum geht dagegen von 2,6 Prozent auf 2,2 Prozent zurück.

© dpa Wo gibt’s Arbeit?

Die Schulden- und Wirtschaftskrise hat die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf ein neues Rekordhoch getrieben. Im Oktober stieg die Arbeitslosenquote in der Währungsunion auf 11,7 Prozent nach 11,6 Prozent im Vormonat, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Quote 10,4 Prozent erreicht.

Insgesamt waren im Oktober in den 17 Euroländern 18,7 Millionen
Menschen ohne Job. Das waren 173.000 Arbeitslose mehr als im
September und fast 2,2 Millionen mehr als im Oktober vor einem Jahr.

Südeuropa besonders betroffen

Besonders hart traf die Krise die Arbeitsmärkte in Südeuropa, wo
zum Teil jeder vierte Bürger keine Stelle hatte. Die höchste
Arbeitslosenquote im Oktober hatte laut Eurostat Spanien mit 26,2
Prozent. In Griechenland lag sie nach den jüngsten verfügbaren
Zahlen vom August bei 25,4 Prozent. In beiden Ländern hatte weit
mehr als die Hälfte der unter 25-Jährigen keine Arbeit.

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten laut Berechnung von Eurostat
hatten im Oktober Österreich mit 4,3 Prozent, Luxemburg mit 5,1
Prozent sowie Deutschland mit 5,4 Prozent.

Inflation geht zurück

Dagegen hat sich die Inflation in den 17 Euro-Ländern im November deutlich abgeschwächt. Dank günstigerer Energiepreise sank die jährliche Teuerungsrate auf 2,2 Prozent, teilte das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung in Luxemburg mit. Im Oktober hatte die Rate noch 2,5 Prozent betragen, im August und September 2,6 Prozent.

Energie blieb zwar einer der stärksten Preistreiber, doch in geringerem Ausmaß als zuvor. Auch die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Zigaretten zogen weniger stark an.

Mehr zum Thema

Damit bewegt sich die Inflationsrate in der Eurozone wieder auf den Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) zu. Die Währungshüter sehen die Preisstabilität bei knapp unter 2,0 Prozent gewährleistet.

Quelle: FAZ.net / dpa, dapd

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Niedrige Arbeitslosenquote In Japan wird die Arbeit knapp

Was stimmt in Japan nicht? Der Arbeitsmarkt läuft – statistisch gesehen – heiß und ist so angespannt wie etwa in Bayern. Doch nennenswerten Preisdruck gibt es keinen. Mehr Von Patrick Welter, Tokio

26.06.2015, 06:56 Uhr | Wirtschaft
Videografik Schreckgespenst Deflation

Die Eurozone rutscht nach der aktuellen EU-Prognose in diesem Jahr in die Deflation: Die Verbraucherpreise werden 2015 voraussichtlich um 0,1 Prozent sinken. Mehr

05.02.2015, 14:48 Uhr | Wirtschaft
Euro-Krise Was passiert eigentlich gerade mit Griechenland?

Die Lage in Griechenland ist eskaliert. Wie konnte es soweit kommen? Ein Überblick. Mehr Von Julian Trauthig

01.07.2015, 13:01 Uhr | Wirtschaft
Börse Dax erreicht neues Rekordhoch

Die Hoffnung auf neue Geldspritzen der Europäischen Zentralbank hat den Dax abermals auf ein neues Rekordhoch getrieben. Mehr

20.01.2015, 11:53 Uhr | Finanzen
Sicht der Ökonomen Euro trotz Pleite?

Graue Szenarien für Griechenland: Kann Athen trotz der absehbaren Insolvenz im Euro bleiben? Die Politik zieht das in Erwägung – Ökonomen können da nur den Kopf schütteln. Mehr Von Philip Plickert

30.06.2015, 11:30 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 30.11.2012, 11:27 Uhr

Maut-Schaden

Von Manfred Schäfers

Die Freude des Verkehrsministers über das Maut-Gesetz währte nur kurz. Tatsächlich rollt nun das Geld, dummerweise in die falsche Richtung: aus dem Verkehrsetat, statt hinein. Mehr 10 11


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Der Zuckerkonsum wächst

Die Weltbevölkerung wird in den kommenden Jahren mehr Zucker konsumieren. Vor allem in Entwicklungsländern wird ein starkes Wachstum erwartet. Mehr 0