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Veröffentlicht: 20.02.2013, 12:37 Uhr

1,7 Prozent im Januar Inflation sinkt nach Ende der Praxisgebühr

Die Strompreise sind im Januar auf breiter Front gestiegen. Dennoch ist die Inflation in Deutschland auf dem Rückzug. Das liegt vor allem an der Abschaffung der Praxisgebühr.

© DPA

Die Abschaffung der Praxisgebühr hat den Preisauftrieb in Deutschland zu Beginn des Jahres 2013 gedämpft. Trotz eines kräftigen Aufschlags bei den Strompreise sank die jährliche Inflationsrate von 2,0 Prozent im Dezember auf 1,7 Prozent im Januar, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit und bestätigte damit vorläufige Zahlen.

Die Abschaffung der Praxisgebühr von 10 Euro verminderte die Teuerung um knapp 0,2 Prozentpunkte. Eine Rate von 1,7 Prozent wurde zuletzt im Juni 2012 gemessen. Im Vergleich zum Dezember sanken die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent. Die kräftigen Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel belasteten die Haushaltskasse der Verbraucher besonders stark. Im Jahresvergleich wurde Strom um 12,1 Prozent teurer.

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Die Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage war zum Jahresbeginn um fast 50 Prozent erhöht worden. Die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme stiegen um 6,2 Prozent. Ohne die Energiepreise lag die Teuerungsrate den Angaben zufolge nur bei 1,3 Prozent. Tiefer in die Tasche greifen mussten die Bundesbürger auch für Nahrungsmittel. Erheblich mehr mussten sie vor allem für Gemüse (plus 8,6 Prozent) und Obst (plus 7,9 Prozent) zahlen. Teurer wurden auch Fleisch und Fleischwaren (plus 6,4 Prozent) und Fisch (plus 5,1 Prozent). Insgesamt gingen auf Nahrungsmittel und Energie den Angaben zufolge mehr als die Hälfte der gesamten Preissteigerung gegenüber Januar 2012 zurück.

Im vergangenen Jahr waren die Verbraucherpreise in Deutschland um durchschnittlich 2,0 Prozent gestiegen. Die Europäische Zentralbank strebt eine Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent als stabiles Preisniveau an. Für den Euroraum gehen die Währungshüter davon aus, dass die Teuerung 2013 trotz der nach wie vor weit geöffneten Geldschleusen der EZB unter die Zielmarke von 2,0 Prozent sinken wird: auf 1,6 Prozent (Spanne: 1,1 bis 2,1 Prozent).

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