Home
http://www.faz.net/-gqf-772uf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Digitale Exzellenz

1,7 Prozent im Januar Inflation sinkt nach Ende der Praxisgebühr

Die Strompreise sind im Januar auf breiter Front gestiegen. Dennoch ist die Inflation in Deutschland auf dem Rückzug. Das liegt vor allem an der Abschaffung der Praxisgebühr.

© DPA Vergrößern

Die Abschaffung der Praxisgebühr hat den Preisauftrieb in Deutschland zu Beginn des Jahres 2013 gedämpft. Trotz eines kräftigen Aufschlags bei den Strompreise sank die jährliche Inflationsrate von 2,0 Prozent im Dezember auf 1,7 Prozent im Januar, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit und bestätigte damit vorläufige Zahlen.

Die Abschaffung der Praxisgebühr von 10 Euro verminderte die Teuerung um knapp 0,2 Prozentpunkte. Eine Rate von 1,7 Prozent wurde zuletzt im Juni 2012 gemessen. Im Vergleich zum Dezember sanken die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent. Die kräftigen Strompreiserhöhungen zum Jahreswechsel belasteten die Haushaltskasse der Verbraucher besonders stark. Im Jahresvergleich wurde Strom um 12,1 Prozent teurer.

Mehr zum Thema

Die Erneuerbare-Energien-Gesetz-Umlage war zum Jahresbeginn um fast 50 Prozent erhöht worden. Die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme stiegen um 6,2 Prozent. Ohne die Energiepreise lag die Teuerungsrate den Angaben zufolge nur bei 1,3 Prozent. Tiefer in die Tasche greifen mussten die Bundesbürger auch für Nahrungsmittel. Erheblich mehr mussten sie vor allem für Gemüse (plus 8,6 Prozent) und Obst (plus 7,9 Prozent) zahlen. Teurer wurden auch Fleisch und Fleischwaren (plus 6,4 Prozent) und Fisch (plus 5,1 Prozent). Insgesamt gingen auf Nahrungsmittel und Energie den Angaben zufolge mehr als die Hälfte der gesamten Preissteigerung gegenüber Januar 2012 zurück.

Im vergangenen Jahr waren die Verbraucherpreise in Deutschland um durchschnittlich 2,0 Prozent gestiegen. Die Europäische Zentralbank strebt eine Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent als stabiles Preisniveau an. Für den Euroraum gehen die Währungshüter davon aus, dass die Teuerung 2013 trotz der nach wie vor weit geöffneten Geldschleusen der EZB unter die Zielmarke von 2,0 Prozent sinken wird: auf 1,6 Prozent (Spanne: 1,1 bis 2,1 Prozent).

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Inflationsrate Die Preise steigen wieder

Das ist schon lange nicht mehr passiert: Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Jahresvergleich wieder etwas gestiegen. Das liegt am Mindestlohn - aber nicht nur. Mehr

27.02.2015, 16:24 Uhr | Wirtschaft
Energieversorgung Strompreise sollen sinken

Nach 14 Jahren Daueranstieg sollen 2015 die Strompreise wieder sinken. Jedoch nur um durchschnittliche 2,5 Prozent. Mehr

30.12.2014, 08:17 Uhr | Wirtschaft
Was Sie heute erwartet Bundestag entscheidet über Verlängerung der Griechenland-Hilfen

<p> Der <strong>Bundestag </strong>diskutiert von heute früh an über die Verlängerung des <strong>Hilfspakets für Griechenland</strong>. Vorgesehen ist eine rund eineinhalbstündige Debatte, danach folgt... Mehr

27.02.2015, 07:20 Uhr | Wirtschaft
Videografik Schreckgespenst Deflation

Die Eurozone rutscht nach der aktuellen EU-Prognose in diesem Jahr in die Deflation: Die Verbraucherpreise werden 2015 voraussichtlich um 0,1 Prozent sinken. Mehr

05.02.2015, 14:48 Uhr | Wirtschaft
Teuerung Der Mindestlohn treibt die Preise

Der Mindestlohn kommt, die Preise steigen. FAZ.NET hat Daten des Statistischen Bundesamtes ausgewertet - und zeigt, was jetzt teuer wird. Mehr Von Patrick Bernau

15.02.2015, 19:13 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 20.02.2013, 12:37 Uhr

Immer auf die Wirtschaft

Von Heike Göbel

Nach der Frauenquote geht es zügig weiter mit der wirtschaftsfeindlichen Regulierungsfreunde: Jetzt sollen Frauen gerechter entlohnt werden. Die Realität stört da bloß. Mehr 2


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Milliardenschwere Startups

Ein Startup, das eine Milliarde Dollar wert ist - ist das noch eine Besonderheit? Scheint nicht so. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden