11.01.2005 · Die Konjunkturerwartungen verbessern sich nach Angaben des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforsuchung weiter. Die Hoffnungen ruhen auf dem Konsum und den Investitionen.
Die Finanzmärkte schätzen die deutsche Konjunkturentwicklung am Jahresanfang optimistischer als bisher ein. Der Saldo der Konjunkturerwartungen der vom ZEW befragten Finanzmarktexperten sei im Januar auf 26,9 von 14,4 Punkten im Dezember gestiegen, teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mit.
Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 17,0 Punkte gerechnet, nachdem das Barometer im Dezember trotz des starken Euro leicht gestiegen war.
Hoffnung auf den aufwärtsgerichteten Pfad
„Es besteht begründete Hoffnung, daß Konsum und Investitionen einen aufwärtsgerichteten Pfad einschlagen werden", erklärte das ZEW. Ein wesentlicher Grund für die größere Zuversicht der Analysten dürften die optimistischen Erwartungen des Einzelhandels nach dem guten Weihnachtsgeschäft sein. Auch der nicht weiter gestiegene Eurokurs und der Ölpreis hätten zu dem größeren Optimismus beigetragen.
Ulrike Kastens von der Privatbank Sal. Oppenheim rät dazu, die Verbesserung des Indikators nicht überzubewerten: „Der Indikator ist sehr volatil, deshalb sollte man die kräftige Verbesserung nicht überbewerten. Die Phase der Abwärtsrevisionen scheint sich jedoch dem Ende zuzuneigen.“
Noch kein Grund für Euphorie - dennoch positive Überraschung
Dagegen zeigt sich Sebastian Wanke von der Deka-Bank doch positiv überrascht, wenn er auch vor Euphrie warnt: „Der Einbruch vom November wurde jetzt endlich weitgehend wettgemacht. Man darf aber nicht vergessen, daß der Index immer noch unter seinem langfristigen Durchschnitt von gut 34 Zählern liegt. Man darf also nicht in Euphorie verfallen. Der ZEW-Index reiht sich ein in die positiven Nachrichten der letzten Zeit: Ifo-Index, GfK und Verbände signalisieren eine Verbesserung beim Einzelhandel, auch die Einkaufsmanager-Indizes haben sich verbessert.“
Die aktuelle Wirtschaftslage bewerteten die rund 300 vom ZEW befragten institutionellen Anleger und Analysten ebenfalls günstiger: Der entsprechende Indikator stieg auf minus 61,2 von minus 64,2 Punkten. Die Analysten hatten mit minus 60,0 Zählern gerechnet.
Der Saldo der Konjunkturerwartungen gibt die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen der Experten für die Wirtschaftsentwicklung auf Sicht von sechs Monaten wieder und wird monatlich vom ZEW veröffentlicht.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.395,80 | +1,38% |
| Dow Jones | 12.568,20 | +0,91% |
| EUR/USD | 1,2546 | +0,04% |
| Rohöl Brent Crude | 107,67 $ | +0,38% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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