Nun schlägt die schwache Wachstumsdynamik auch auf den amerikanischen Arbeitsmarkt durch. Im letzten Monat des vergangenen Jahres sind im Saldo kaum noch zusätzliche Stellen geschaffen worden. Ein Blick in das Zahlenwerk macht aber auch deutlich: Vor allem in der Bauwirtschaft ist die Stimmung trübe.
Das verwundert angesichts der Misere des Immobilienmarktes und der Hypothekenkrise nicht. In anderen Wirtschaftszweigen, nicht zuletzt dem schon seit geraumer Zeit blühenden Gesundheitswesen, ist die Lage immer noch gut. Das mag sich in den kommenden Monaten ändern. Eine Rezession aber ist nicht so unausweichlich, wie es gelegentlich dargestellt wird. Daran sollten auch die Bewerber um die amerikanische Präsidentschaft denken, wenn sie für eine neue Wirtschaftspolitik werben.
Es ist George Bush anzurechnen, dass er trotz des absehbaren Endes seiner Amtszeit die Hände nicht in den Schoß legt und sich Gedanken über ein Konjunkturprogramm macht. Steuererleichterungen für Unternehmen und Verbraucher sind stets willkommen. Sie dürfen aber nicht um den Preis höherer Defizite beschlossen werden, sondern müssen durch Kürzungen im Etat finanziert werden.