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Konjunktur Kieler Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognose

11.03.2004 ·  Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat angesichts der Eurostärke seine Wachstumsprognose für Deutschland im laufenden Jahr auf 1,6 Prozent gesenkt.

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Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) hat seine Prognose für die Konjunkturentwicklung in Deutschland im laufenden Jahr reduziert und rechnet nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,6 Prozent nach einem bislang erwarteten Plus von 1,8 Prozent.

Für das kommende Jahr prognostiziert das Institut in seinem aktuellen, am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturausblick einen BIP-Anstieg in Deutschland von 1,2 Prozent. Insgesamt werde sich im Euroraum im kommenden Jahr das “konjunkturelle Fahrttempo leicht verringern“.

Weltwirtschaft verliert an Schwung

Die etwas langsamere Gangart sei darauf zurückzuführen, daß die Expansion der Weltwirtschaft im kommenden Jahr an Schwung verlieren werde. Für 2004 rechnen die Konjunkturexperten mit einem realen BIP-Anstieg von 1,7 Prozent im Euroraum und für 2005 von 2,0 Prozent.

Frankreich und Deutschland auch 2005 mit Defizitproblemen

Angespannt bleibe die Finanzlage im Euroraum, hier vor allem in den großen Volkswirtschaften. Das IfW geht davon aus, daß Deutschland, aber auch Frankreich, im laufenden wie im kommenden Jahr die Maastrichter Defizitgrenze einer maximal dreiprozentigen Neuverschuldung verletzen werden.

Für Deutschland rechnen die IfW-Konjunkturexperten mit einem Finanzierungssaldo von minus 3,8 Prozent des BIP im laufenden Jahr und von minus 3,6 Prozent des BIP im kommenden Jahr.

Mehrere Institute senken Ausblick vor Frühjahrsgutachten

Auch das Hamburgische Welt-Wirtschaftsarchiv (HWWA) hatte wegen der Euro-Stärke seine Deutschland-Prognose für 2004 auf 1,5 Prozent gesenkt, ebenso das IWH in Halle. Das Berliner DIW nahm seine Prognose für das erste Quartal 2004 auf plus 0,1 von plus 0,4 Prozent zurück. Das Frühjahrsgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute wird am 27. April veröffentlicht.

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Von Holger Steltzner

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