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Konjunktur Kieler Ökonomen optimistischer für Deutschland

09.03.2006 ·  Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr deutlich angehoben. Das Institut sieht Deutschland in diesem Jahr noch im Aufschwung. Die Weltwirtschaft sei in robustem Zustand.

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Die deutsche Wirtschaft nimmt in diesem Jahr nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) einen kräftigen Aufschwung. Das Institut revidierte am Donnerstag seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 1,5 auf 2,1 Prozent. „Erstmals seit fünf Jahren zieht dabei auch die Inlandsnachfrage spürbar an“, heißt es in der in Kiel verbreiteten Analyse.

Schon im kommenden Jahr werde die Konjunktur allerdings deutlich an Fahrt verlieren, schreiben die Kieler Forscher. Die Anhebung der Mehrwertsteuer, die höheren Zinsen und das langsamere Wachstum der Weltwirtschaft wirkten sich in Deutschland dämpfend aus, so daß das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2007 nur noch um 1,2 Prozent wachsen werde.

Keine durchgreifende Verbesserung am Arbeitsmarkt

Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich nur wenig verbessern. „Zwar wurden einige Reformen auf den Weg gebracht“, heißt es in dem Konjunkturbericht. „Doch haben sich die Anreize für mehr Investitionen und für die Schaffung neuer Arbeitsplätze nicht durchgreifend verbessert.“

Die weltweite Konjunktur sieht das IfW in einer robusten Verfassung. Während in den Vereinigten Staaten die Geldpolitik allmählich die Nachfrage zu dämpfen beginne, hätten sich die Perspektiven für Japan und Europa aufgehellt. „Die hohe wirtschaftliche Dynamik in China wird sich vorerst nur wenig verringern“, schreibt das Institut.

Im laufenden Jahr werde die Wirtschaft der Industrieländer um 3,0 Prozent wachsen, im nächsten abermals um 2,6 Prozent. Weil die Schwellenländer deutlich schneller wachsen - zum Beispiel China mit mehr als neun Prozent - liegen die Wachstumsraten für die gesamte Weltwirtschaft noch höher. Die Kieler Forscher erwarten in diesem Jahr 4,5 und im nächsten Jahr 4,1 Prozent Wachstum.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, AP
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