16.06.2008 · Nach dem starken Jahresauftakt dachte mancher, an der deutschen Wirtschaft perle alles Ungemach ab. Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Die jüngste DIHK-Umfrage zeigt deutlich, wie die Verteuerung des Öls, der hohe Euro-Kurs und die weltwirtschaftliche Abkühlung auch die hiesigen Unternehmen belasten.
Von Philip PlickertMancher dachte nach dem überaus starken Jahresauftakt, die deutsche Wirtschaft habe sich in eine Teflon-Ökonomie verwandelt, an der alles Ungemach abperlt. Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Die jüngste DIHK-Umfrage zeigt deutlich, wie die enorme Verteuerung des Öls, der hohe Euro-Wechselkurs und die weltwirtschaftliche Abkühlung auch die hiesigen Unternehmen belasten.
Im zweiten Quartal dürfte das Wachstum allenfalls noch minimal gewesen sein. Auch wenn jetzt einige Institute ihre Prognosen für 2008 insgesamt anheben und sogar Hoffnung besteht, an das gute Ergebnis von 2007 anzuknüpfen, spiegelt sich hier vor allem das ungewöhnliche Wachstum des ersten Quartals wider.
Nach diesem überraschenden Aufschwung im Winter schaltet die deutsche Wirtschaft im Frühjahr und im Sommer in einen ruhigeren Gang. Ob sie im Herbst wieder Fahrt aufnimmt, hängt von den Rahmenbedingungen ab. Da überwiegen klar die Risiken: Die hohe Inflation verdirbt die Konsumlaune. Bleibt der Ölpreis auf Rekordniveau, verschärft sich der Abschwung in Amerika und dauert die Unsicherheit an den Finanzmärkten an, dann dürfte sich die Stimmung weiter eintrüben.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.393,92 | +1,25% |
| Dow Jones | 12.552,80 | +0,79% |
| EUR/USD | 1,2547 | +0,05% |
| Rohöl Brent Crude | 107,57 $ | +0,29% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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